Archiv für Dezember 2008

31
Dez
08

Guten Rutsch ins neue Jahr…

Ja, was soll ich sagen.
Tatsächlich hat niemand mit mir gerechnet und die Überraschung ist gelungen. Geschockte Gesichter, Tränen und so einige Schläge gab es :)

Mein Vater hat es gut getroffen: „Was?? Du hast uns verarscht?“ – Ja hab ich und alle habens geglaubt. Es wurde sogar schon eine Willkommensfeier geplannt, die ich leider schon gesprengt habe, da ich am 12.1. nach London und dann weiter nach Bremen fliege.

Am 2.1. fahre ich dann auch noch nach Hamburg um meinem lieben Malte tschüss zu sagen. Er macht sich auf Neuseeland zu entdecken.

Nun friere ich im schönen Nahmitz, esse jede Menge Kuchen, Brot und Plätchen und trainiere langsam wieder um mit den anderen in Istanbul und Südamerika mithalten zu können. :)

Das erste Becks war sehr LECKER!

Nun rutscht mir alle gut ins neue Jahr. Ich meld mich wieder.
Mein Internet ist in Nahmitz doch eingeschränkt.

Denk an euch.

Alles Liebe,
Netti

24
Dez
08

Happy Xmas! ;-)

00 Uhr

24.12.2008, 15:00 Uhr

22
Dez
08

Indien von West nach Ost…

Die Schreibfaulheit macht sich langsam aber sicher bei Alex und mir breit. Daher heute nach langem mal wieder ein paar Worte zu unserem Trip.

Wir sind vom Himalaya wieder suedlicher gereist und so fuehrte uns die Reise nach Chandigarth, ein sehr bizarren Stadt. Fuer ein Moment glaubte ich nicht mehr daran in Indien zu sein. Die Hauptstadt des Punjab wurde von Schweizern entworfen und ist in 1×1 km Sektoren gegliedert. Es gibt Fahrradwege, geordneten Verkehr, geraeumige Parkanlagen und alles ist so unindisch. Die Stadt der Sikhs ist vergleichsweise auch sehr teuer und da es Probleme wegen meines Visums gab mussten wir in einem teurerem Hotel absteigen. Das war aber mal ganz nett.

Von Chandigarth mit Besuch des Rosengarten, See und Rock Garden sowie der Shopping Mall setzten wir uns einen Nachtzug nach Agra. Nach anfaenglicher Zugsuche (alles deutet daraufhin, dass dein Zug einfaehrt, aber ein anderer faehrt ein) machten wir es uns bequem. Mit Verspaetung erreichten wir am naechten morgen Agra und trafen dort auch Miri wieder. Mit Blick aufs Taj Mahal fruehstueckten und schnackten wir erstmal ausgelassen und erkundeten noch andere Sehenswuerdigkeiten in Agra. Am naechsten tag ging es dann zum Taj Mahal, dem wohl beruehmtesten Bauwerk Indien. Der weisse Mamor glaenzte in der Sonne und es handelt sich schon um ein beeindurckendes Monument wobei ich doch festgestellt habe, dass ich Marmor an sich gar nicht so schoen finde.

In Agra trennten sich Miris und unsere Wege auch wieder erneut und wir machten uns wieder per Zug auf den Weg nach Delhi, was uns erstaunlich gut gefallen hat. Mit 4 Stunden Verspaetung betraten wir dann erneut einen Nachtzug nach Varanasi. Die Stadt ist fuer die Hindus etwas ganz besondere. Diese Stelle am Ganges beschreibt den kuerzesten Weg ins Nirvana und so wuenschen sich viele Hindus hier zu sterben, oeffentlich verbrannt zu werden und ihre Asche im Ganges zu sehen.

Varanasi erinnerte mich stark an Dhaka. Viele Menschen, enge Gasen, viele Fahrradrickshahs und viel Muell und Dreck. Ein nicht schoener aber doch sehr faszinierender Ort.

Aus dem nebligen Varanasi machten wir uns erneut per Zug (2 h Verspaetung) auf den Weg nach Kolkata. Hier wird richtig Weihnachten gefeiert. Tannenbaeume, Weihnachtsmusik und kitschige Girlanden schmuecken die Strassen:)

Indien und Weihnachten- passt das zusammen?
Mal sehen ne!

In diesem Sinne wuensche ich euch allen ein schoenes Weihnachtsfest, viel Schnee, tolle Geschenke und angenehme ruhige Feiertage. :)

Alles Liebe,
Netti

12
Dez
08

Sonnenuntergang im Himalaya…

Wenn man mich heute jemand fragt: Was war der schoenste Ort in Indien? – wuerde ich wohl Manali und die Berge des Himalaya sagen.

Nach ganzen 11 1/2 h in einem alten Government (oeffentlichen) Bus mit dreier Sitzbaenken ohne Kopfstuetzen, indischem Gedraenge, Rucksaecken auf dem Dach und circa 500 Stopps auf dem Weg erreichten wir irgendwann Manali.

Seit ein paar Tagen machen wir nun den kleinen Ort auf 2000 m unsicher. Hier gibt es sogar eine Fussgaengerzone- diese ist glaube ich in Indien einzigartig :)

Der Ort ist sehr gemuetlich und wir haben in einem wunderschoenen alten englischen Landhaus ein wenig aushalb uebernachtet. Ruhe, frische Luft und eine traumhafte Aussicht auf die Berge- dazu Sonne und wolkenloser Himmel- was will man da noch mehr.

Gestern haben wir dann eine „Safari“ auf den Rohtang Pass gemacht. Mit unserer indischen Reistruppe duesten wir drei Stunde ueber enge Serpentinen den Berg hinauf. Der alte Mercedes Bus ueberquerrte Baeche und auch ie felsige Huegelpiste machte ihm nichts auf.

Auf dem Pass (4000 m) standen wir dann im Schnee! Der erste Schnee! :) Dick eingepummelt schlenderten wir dann noch zum Gipfel hoch und bestaunten „Ski fahrende“ Inder in modischen Skianzuegen aus den 70ern :)

Wir haben ordentlich gefroren, da der Wind in dieser Hoehe wirklich eisig war. Die Aussicht auf die 5000er war jedoch atemraubend.

Ich konnte es fast nicht glauben auf 4000m in der eisigen Kaelte zu stehen und trotzdem das doch so vertraute „Mam- Saffron- Mam – very cheap prize- Mam 10 Rps only“ zu vernehmen.

Nach 2 h in den eisigen Hoehen machten wir uns wieder auf den Weg ins Tal und ich war wirklich nicht sicher, wie gut die Bremsen dieses Gefaehrts wohl wirken wuerden.

Zu meiner Ueberaschung kamen wir ohne Adrenalinstoesse wieder im Tal an und verbrachten dann den restlichen Abend vor unserem Kamin um die gefrorenen Fuesse wieder aufzutauen :) .

Heute haben wir den Tag in der Sonne verbracht um uns nun wieder in einen Nachtbus zu setzen und wieder Richtung Sueden zu reisen.

Ganz liebe Gruesse aus Indien und einen schoenen dritten Advent euch allen.

Danke fuer die Kommentare- freuen uns sehr. Bilder werden wir bald mal wieder online stellen. Versprochen.
Alles Liebe
Netti

06
Dez
08

Bilder online

Wir haben grad ein paar wenige Bilder ausgewaehlt und  fuer den ersten Eindruck online gestellt. Viel Spass damit.. ;-)

06
Dez
08

[alex] – finally arrived

Ja, ich glaube mittlerweile bin ich angekommen in Indien. Ich habe akzeptiert, dass die InderInnen nicht effizient sein muessen (oder duerfen) – sonst haetten naemlich nur halb so viele Menschen etwas zu tun. Auch wenn das mein (verstecktes) BWLer-Herz bluten laesst. Und ich habe auch gelernt, dass die InterInnen ein seeehr eigenens Englisch sprechen, eine Seitwaertsbewegung des Kopfes in vielen Faellen ein „ja“ bedeutet und das sie einen fuer mich bisher nicht erkennbaren Sinn fuer Aesthetik haben. Damit habe ich mich bisher ganz gut abgefunden. Schwieriger wird es beim ehrlich sein. Als Mensch aus dem Westen ist man quasi die Cash Cow, die es zu melken gilt. D.h. man wird beschissen wo es nur geht. Nunja.. ganz so ist es auch nicht und ich habe auch  kein Problem damit etwas mehr zu bezahlen als andere aber bei jeder „Rickshaw“-Fahrt, bei der Busbuchung und beim Handyaufladen.. . Man gewoehnt sich dabei eine doch recht unangenehme Voreingenommenheit an, die einem sicherlich die Sicht auf die eine oder andere Nettigkeit versperrt. So kann ich die Frage „Which Country?“ wirklich nicht mehr hoeren. Waehrend sie einige wirklich nur aus Interesse an Deiner Person fragen, wird diese Frage meistens dazu genutzt um Dich in ein Gespreach zu verwickeln um business zu machen.

Und manchmal sind sie einfach nur aufdringlich und unhoeflich. Dann aber holt Netti ihre Geheimwaffe hervor: Ein sauber kalkulierter Wutausbruch mit ein paar schroffen lauten Worten und einem Blick, der Tigerpappis zum weinen bringen wuerde, verunsichert sie die Inder meistens so sehr, dass wir unseren Willen bekommen…

Auch wenn es nicht den EIndruck macht: Es ist grossartig hier! ;-)

06
Dez
08

Impressionen

McLeod Ganj

McLeod Ganj

[caption id="attachment_613" align="aligncenter" width="300" caption="bikaner"]bikaner[/caption]
kids in rural area

kids in rural area


sunset in desert

sunset in desert

06
Dez
08

Von den Kamelen zum Dalai Lama…

Nach einigen Tagen in Rajasthan sind wir nun weiter in den Norden gereist. Unsere Kameltour war wirklich klasse. Wir waren zwar eher in der Steppe als in der Wueste und klagten die naechsten Tage ueber schweren Muskelkater, aber die Nacht bei einer indischen Familie mit ca. 10 Kindern in einem 1.70 * 130 Bett unter den Sternen war schon ein besonderes Erlebnis. Die Gastfreundschaft der einfachen Inder ist schon bemerkenswert und auch der Ritt auf dem Wuestenschiff war eine Erfahrung.

Wir sind anschliessend mit dem Nachtbus weiter nach Bikaner wo wir um 2:45 ankamen und in einem ziemlich heruntergekommenen Hotel abstiegen.

Bikaner war nicht besonders spannend und durch die Wahlen in Rajasthan war auch ziemlich viel geschlossen. Nur der Palast und sein Garten konnten uns wirklich begeistern. Dort liefen ueberall Pfauen umher :)

Von Bikaner nahmen wir den Zug nach Norden. Abfahrt 2:15 (Plan) 2:50 (wirklich). Dieser Zug war super voll und auch die ca. 20 Panzer und schwerem Geraet die auf einem weiteren Zug Richtung Norden auf dem Nachbargleis parkten beruhigten nicht wirklich. Wir erkaempften uns unsere Kojen und schafften es tatsaechlich zu schlafen. Der Zug fuehrte an der pakistanischen Grenze entlang und wir hatten schon vorher beschlossen nicht nach Jammu zu fahren und stiegen nachmittags in Pantankot aus. Die Landschaft war immernoch flach und durch Zuckerrohr und Obstfelder sowie Reis gepraegt. Da wir in Pantankot (20 km) von der pakistanischen Grenze auch viel Militaer sahen stiegen wir in den naechten Bus nach Dharamsala und mit einem Taxi weiter nach McLeod Ganj, dem Exilsitz des Dalai Lama.

Zum Glueck war es schon dunkel, da der lokae Bus wieder mit erstaunlichem Tempo durch die Berge raste und ich im dunkeln so einige steile Abhaenge erahnen konnte. Im hellen waere mir sicher schlecht geworden. Nun sind wir auf 2000 m geniessen die Sonne und eine traumhafte Landschaft.

Zudem leben hier viel Tibeter, was den Ort soviel attraktiver macht.

In diesem Sinne wuensche ich einen schoenen Nikolaus und ne nette Vorweihnachtszeit.

Ganz liebe Gruesse,

Netti

02
Dez
08

Wuestensand in Rajasthan…

Hallo alle zusammen!
Hier nur ein kurzes Lebenszeichen aus der Wueste Rajasthans.

Der Start unserer Reise war wirklich spannend. Erst die Bombenanschlaege in Mumbai und dann auch noch sinnflutartige Regenfaelle. Das Wasser stand teilweise oberschenkelhoch auf den Strassen und auch meine Zimmer wurde gegen 3:30 Uhr geflutet. Die letzte Nacht- ich war echt stinksauer. Zum Glueck hatte ich meine Sachen schon gepackt und in die oberen Regale verstaut. Ist aber schon ein seltsames Gefuehl morgens aufzustehen und im Wasser zu stehen.

Am 28. snd wir dann morgens zum Flughafen- die Strassen standen immernoch unter Wasser. Um 15 Uhr ging unser Flieger nach Jaipur via Mumbai. Die Leute, die zustiegen berichteten von den Ereignissen in der groessten Stadt Indiens.

Wer laenger in Indien ist, versteht diese Anschlaege noch weniger, denn Hindu’s und Muslime sind wirklich total friedlich und Schlaegereien oder andere Auseinandersetzungen sind selten zu sehen.

In Jaipur haben wir ein sehr schoenes, ruhiges Hotel gefunden, wo wir erstmal Sachen trockneten, da alles noich klamm war.

Wir blieben 2 Tage in Jaipur und schauten uns die Stadt an. Die Pink City war schon beeindruckend. Kamele und Elefanten auf den Strassen, pinke Haeuser und tolle Fort’s.

Von Jaipur sind wir weiter in den religioesen Ort Pushkar. Es ist ein kleiner Ort in der Wueste mit einem netten Bazar und See, umgeben von Bergen. Hier gefaellt es uns wirklich super. Wir wohnen im Pink Floyd Hotel- geniessen Rockmusik und wunderschoene Dachterassen. Heute machen wir uns auf in die Wueste. Wir bleiben ueber Nacht und sind auf Kamelen unterwegs :)

Unsere Reise fuehrt uns dann weiter nach Bikaner und in die Berge.
Selbst hier fuehlen sich 25 C schon kalt an, daher bin ich gespannt wie es uns in den Bergen geht!

Ganz liebe Gruesse in die Heimat und euch eine schoene Adventszeit.
Danke fuer eure lieben Mails und Kommentare- macht euch bitte keine Sorgen- wir meiden gross Staedte und hier ist die Lage total entspannt.

Gruesse,
Netti