
Hyderabad
Im Jahr 2005 bin ich am 3. Oktober mit der Fähre von der Nord- auf die Südinsel gereist.
2006 habe ich mit dem Studium begonnen und mich gerade in Bremen eingelebt und letztes Jahr haben wir den Erstis Bremen gezeigt.
In diesem Jahr habe ich nun Indien ein wenig entdeckt.
Liebes Tagebuch…
30. September
Nach zwei blöden Wochen auf dem Campus geht es endlich wieder los. Miri und ich machen uns um 15 Uhr auf den Weg zum Bahnhof. Der Zug fährt um 17 Uhr aber der Verkehr in Chennai hat so seine Tücken. Nach einer Rickshawfahrt sitzen wir tatsächlich nach einem zusätzlichen Tee im Zug nach Hyderabad. Sleeperclass wie immer. Wir schauen uns die Landschaft an und schlummern irgendwann tief und fest in unseren Kojen.
1. Oktober
Ab 5:00 Uhr ist das stetige „Coffeeeeeee, Coffeeeeeeee… “ des Kaffeeverkäufers, der im 10 Minuten Takt durch den Zug rennt zu hören- Irgendwann hat er uns sogar soweit und wir kaufen einen.
Um 7:40 Uhr kamen wir an und wurden von Rickshawfahrern belagert. Wir fuhren nach einer langen Diskussion in unser Wahlhotel- checkten ein, duschten, schauten kurz Fern und machten dann Hyderabad unsicher. Eine muslimische Stadt mit äußerst schlechten Straßen stellen wir schnell fest. Wir besuchten das Cafe Mocha und anschließend den großen Bazar, sahen die größte Mochee der Stadt und andere muslimische Bauwerke um dann später die „atemberaubende“ Buddhastatue im Parksee zu bestaunen
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Ich schlenderte abends noch durch die Haupteinkaufstraße. Dort wurde ich von einem Wachmann mal ordentlich abgetastet- sehr gründlich- Ich war so schockiert dass ich ihm nichtmal eine klatschen konnte!
2. Oktober
An diesem Morgen machten wir uns auf zu Hyderabads Fort. Da es ein muslimischer Feiertag war (EID) saher wir Ströme von Männern in weißen schicken Gewänden und Käppchen zu den Mocheen pilgern. Ein bizarres Bild. Wir frühstückten Naan und bestiegen dann die steilen Treppen des Fort.
Eine traumhafte Sicht. Von dort aus besuchten mir Tombs King- das waren verschiedene Mausolen. Ebenfalls sehr interessant. Dann machten wir uns auf den Weg in ein Cafe, da uns ein Gewitterschauer überraschte. Natürlich landeten wir wieder im Mocha wo wir gemütlich den Abend verbrachten um dann den Zug um 21:15 Uhr nach Hospet zu nehmen.

Hampi
3. Oktober
An diesem Tag wurden wir nicht vom Kaffeemann geweckt. Ich schlief unruhig weil im Internet 3 Routen beschrieben wurden und ich nicht ganz sicher war, ob wir wirklich im richtigen Zug sassen. Irgendwann durchschaute ich aber das Prinzip. Der Zug wurde geteilt und fuhr dann 3 Routen

Um 7 Uhr erreichten wir mit Verspätung Hospet und trafen dort Andre.
Wir nahmen die Rickshaw nach Hampi und schon auf dem Weg sahen wir Tempelanlagen in der steinigen Landschaft. Wir scheckten in eine kleine Pension ein und gingen erstmal gemütlich französisch frühstücken. Ein Nutellacroissant! Danach liehen wir uns Fahrräder aus und fuhren zum Floß, wo wir mit einer kleinen Nussschale rumschipperten und uns verschiedene Tempel ansahen. Später schauten wir uns noch andere Tempel an und fuhren mit den Rädern durch die Bananen- und Reisfelder. Zwischendurch sahen wir Schafherden und die Bananenernte. Nachmittags stöbberten wir noch über den Bazar. Silberschmuck, Shirts, Schuhe- alles super schöne Sachen. Den Sonnenuntergang schauten wir uns von der Bergtempelanlage an. Leider war es nur ein wenig bewölkt.
4. Oktober
Wir liefen um 7:30 Uhr zum Fluß und schauten zu wie der Tempelelefant gewaschen wurde. Am Fluß waren viele Leute zum waschen. Anschließend frühstückten wir,besichtigten den Tempel und ließen uns segnen. Danach wanderten wir nach Anegundi. Auf dem Weg mussten wir erneut mit den Nussschalen den Fluß überquerren, um dann ein traditionelles verschlafenes Dörfchen zu sehen und durch die Felder zum Affentempel zu laufen. Die km Angaben der Inder sollte man überings immer mal 3 nehmen. Die letzten Meter nahm uns ein Bus mit und setzte uns dann in der Pampa ab. Dort stellten wir fest, dass es auch noch Hampi Island gibt
Eine nette Insel im Fluß! Von dort nahm uns ein Boot mit. Wir ließen den Abend gemütlich ausklingen und nahmen den Nachtbus um 10:30 Uhr nach Bangalore.
5. Oktober
Die Busfahrt war weniger angenehm, da Indiens Straßen doch nicht die Besten sind. Um 6:00 Uhr kamen wir schon in Bangalore an und gingen erstmal einen Kaffee trinken. Um 8:00 Uhr frühstückten wir dann richtig im Coffee Day. Bangalore hat soviele Bars, Restaurants und Cafes. Wir fuhren zum Krishna Temple. Ein Erlebnis. In diesem Tempel wird Hare Krishna wirklich verehrt. Überall standen Spendenboxen und man konnte Sachen kaufen. Ich kam mir eher wie in einem Vergnügungspark vor.
Denn Nachmittag verbrachten wir in der Stadt in den zahlreichen Geschäften, im Cafe Mocha und im Only Place, wo es Hühnchenschnitzel mit Pommes gab
Abends gönnten wir uns noch einen Cocktail und nahmen dann den Zug zurück nach Chennai (23:45 Uhr).
6. Oktober
7:40 Uhr Ankunft in Chennai. Stadtbahn zurück zum Campus und die 2 km zurück zum Hostel ;-(
Und welcher Name stand erneut am Notice Board? Juppi- danke Alex für den lieben Brief und das coole Foto. Lang, lang ist es her. Ich habe mich sehr gefreut.
Danke auch für die vielen Mails und Grüße,
ich melde in den nächsten Tagen.
Alles Liebe und eine schöne Woche,
Netti

Hampi