Nach 2 relativ langweiligen Wochenende und viel Lesestoff in Chennai machen wir uns heute erneut auf den Weg Indien zu erkunden. Am IIT findet ein großes Technologiefest statt.
10 000 zusätzliche Gäste werden erwartet.
Technik + 10 000 zusätzliche Inder + keine Vorlesungen = schnell weg und das Land erkunden.
Euch einen schönen 3. Oktober und ein nettes langes Wochenende. Bei uns ist Donnerstag Gandhi Tag
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Archiv für September 2008
Hyderabad, Hampi, Bangalore…
Unialltag…
Ich habe mir meine letzten Einträge angeschaut und hatte den Eindruck, dass ich mehr von unseren Trips und Wochenendaktivitäten berichtet hab und in letzter Zeit häuft sich die Frage „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“
Also was mache ich hier so.
Ich belege im Moment 4 Kurse- das sind 15 Wochenstunden. Das hört sich nicht viel an aber so einige Zeit geht da doch noch für den Lesestoff den wir zu den Kursen bekommen drauf.
Also ich besuche hier
Human Rights and Justice
–> Dieser Kurs ist echt klasse, wir diskutieren wie der Name schon sagt über Menschenrechte, das Kastenwesen aber auch die großen Philosophen der Geschichte. Unsere Professorin ist super kritisch und stellt den Indern schon sehr direkte Fragen. Für uns ist es interessant, wie die indischen Studenten zum Kastenwesen, Terrorismus oder allgemein Menschenrechten sagen. Da bemerkt eindeutige kulturelle Unterschiede.
Für diesen Kurs müssen wir echt viel lesen. Ich schätze, dass der Ordner mittlerweile mehr als 300 Seiten dick ist.
In diesem Kurs müssen wir eine Hausarbeit über das Kastenwesen schreiben. Außerdem wird die Mitarbeit während der Vorlesungen und die Endklausur in unsere Note einbezogen.
International Trade and Finace
Dieser Kurs finde sehr uninteressant, was jedoch nicht am Prof sondern an den Inhalten liegt. Balance of payment, terms of trade, Nachfrage und und und… ein typischer Wirtschaftskurs mit Tabellen, Graphen und all dem.
Hier müssen wir 2 Quizes (Tests) schreiben, eine Präsentation halten und die Endklausur schreiben. Der erste Test lief leider nicht besonders gut für mich, aber da ich diesen Kurs zusätzlich belege ist es nicht so tragisch. Als Grundlage dient ein sehr „spannnendes“ Buch.
Indian Economic Development
„ok, fine…“- „…very important…“- Diese Worte werde ich von nun an wohl immer mit unsere IED Prof verbinden
. Der Kurs ist echt klasse. Indische Geschichte insbondere die Entwicklung der Wirtschaft nehmen wir in diesem Kurs näher unter die Lupe und ich habe noch nie einen Prof erlebt, der so punktgenau die Zeit einhält.
Hier schreiben wir 2 Tests und eine Endklausur.
Development, Planning and Project Appraisal
Dieser Kurs ist mein Sorgenkind. Wir haben jede Menge Lektüre bekommen, die zum großen Teil auch interessant ist. Jedoch werden auch komplizierte Entwicklungs- und Wachstumsmodelle vorgestellt, die in den Vorlesungen leider nicht besonders erklärt werden. Der Kurs wird von 2 Profs gehalten. Der Head of Department und sein Kollege sprechen sich nur leider kaum ab und so sollte man jede Vorlesung mit einer Überraschung rechnen. Da wären wir auch schon bei den gefürchteten surprise quizes ;-(
Wir beschäftigen uns in diesem Kurs weiterhin mit Energie, Gesundheit und Bildung in Verbindung mit Entwicklungsländern.
Für unsere Endnote müssen wir mehrere surprise quizes, Hausarbeiten, 1 normalen Test (heute geschrieben), eine Präsi (schon gehalten) und die Endklausur passieren.
In den Kursen sitzen natürlich mehr Jungs- auf dem Campus haben wir 13 Jungshostels und 2 Mädchenhostel.
Der Campus ist 250 ha groß und es gibt echt alles. Schneider-Schuster-ein See-eine kleine Einkaufspassage-verschiedene Läden-verschiedene Mensen- ein Cafe- Friseur-Travel Agent-eine Bank-ein Krankenhaus- ein Schwimmbad- Fitnessstudio
– eine Post und und und … also eigentlich muss man den Campus nicht verlassen.
Ich muss mich immer in ein Buch eintragen wenn ich nach 24 Uhr Heim komme und bekomme einen vorwurfsvollen Blick von unserer Hostelmutti, wenn ich bei Betreff- Freunde- eintrage ![]()

Unser tägliches Essen nehmen mir meistens in der Mädchenmensa ein. Auf den Bildern seht ihr unser Frühstück und Mittag. Leider gibt es da wenig Variation, sodass ich jetzt schon sagen kann, was es morgen Mittag gibt!
So ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Eindruck vermitteln.
Nächste Woche wird wieder ein bißchen gereist und davon berichtet ![]()
Am 27. bin ich tatsächlich schon wieder 7 Monate unterwegs. Wahnsinn wie die Zeit vergeht.
Liebste Grüße,
Netti
5:2 Werder Sieg in München…
[/caption]Nicht nur in München wurde heute ausgiebig auf diesen legendären Werder Bremen Sieg angestoßen sondern auch hier in Chennai. Zumindest habe ich mich riesig gefreut das die Bremer Jungs den Bayern genau zum Start des Oktoberfests mal gezeigt haben wer Deutscher Meister wird
Der Artikel auf der Werder webpage ist echt treffend. Na ja die Hosen haben es ja schon vor Jahren gesungen „Ich würde nie zum FC Bayern München gehen… niemals zu den Bayern gehen
„. Diesen Ratschlag hätte sich Kliensi mal zu Herzen nehen sollen!
Nach einer doch sehr langweiligen Woche und von Lektüre geprägten Woche freute ich mich gestern Abend auf ein BBQ am Strand. Ein paar unserer indichen Bekannten hatten dieses Event organisiert. Wir waren richtig viele Leute. Deutsche, Franzosen und Schweizer. Treffpunkt 19:45 Uhr- warten, warten, warten- es ist 22:15 Uhr als ich mit Miri sauer abgehauen bin um im Coffee Day noch ein Sandwich, Schokokuchen und Cappuchino zu mir zu nehmen.
Anschließend tranken wir noch unser Bier auf dem Dach unseres Mädchenhostels- natürlich ist es weder erlaubt aufs Dach zu gehen, noch Bier auf dem Campus zu trinken. Das war mir in dem Moment aber echt egal. Traurig nur- dass das Kingfisher nicht mal schmeckt.
Heute habe ich den ganzen Tag über Unikram gehangen und noch ein bißchen bei uns im Department mitgestrichen. Zur Zeit läuft das Projekt- wir wollen unser Department schöner gestalten und anders sein als die Ingeneure. Na ja ob es jetzt wirklich schöner wird wage ich zu bezweifeln. In jedem Fall ist es jetzt bunter.
Abends bin ich dann mit den Jungs auf eine Privatparty von Majorie. Dort waren viele Franzosen aber endlich auch mal nette und lockere Inder. Sogar ein paar Musiker dabei, die mir berichtet haben, dass es in Chennai- ja sogar auf dem Campus- ein paar colle Bands gibt. Da bin ich mal gespannt.
Besonders toll war, dass es heute richtig leckere Pizza gab und ich natürlich auf diesen schönen Werder Sieg anstoßen konnte!
Hier ein paar Bilder vom Campus, damit ihr mal einen kleinen Eindruck bekommt.
Indira Gandhi Nationalpark
Nach einer echt blöden Woche mit einem Quiz (= ein einstündiger Test) und einer Präsentation plus umfangreicher Lektüre machten wir uns Donnerstag um 20.00 Uhr auf den Weg zur Central Station. Mit dem Fahrrad zum Main Gate, zu Fuß zum Bahnhof, mit der Stadtbahn zum Hauptbahnhof und von dort mit dem Nachtzug nach Coimbatore. Dort kamen wir um 6.15 Uhr an. Wir schliefen in Sleeper Capins- drei Liegen übereinander und ich war erstaunt wie gut ich schlafen konnte.
In Coimbatore fuhren wir mit der Rickshaw zum Busbahnhof und schnappten uns den Bus nach Pollachi. Nach einer Stunde Fahrt erreichten wir den kleinen Ort und frühstücken erstmal. Tee, Toast und super-süße Marmelade. Fast wie in der Mensa! ;-(
In Pollachi suchten wir uns eine Unterkunft, da alles im Park schon ausgebucht war. 2 Zimmer mit extra Bett und es war echt kein Problem, dass ich mir mit den Jungs ein Zimmer teilen wollte.
Um 11.00 Uhr nahmen wir den Bus in den Nationalpark. Durch die Berge und Wälder bis nach Topslip. Wir wollten dort eigentlich auf Elefanten reiten, aber es war zu nass dafür und so stapften wir mit einem Guide durch die Wälder. Einen Tiger konnten wir leider nicht erspähen aber dafür eine Eule, Affen, Elefanten, Wildschweine und jede Menge Blutegel.
Nach der Tour zeigten sie uns noch ein Elefantencamp, was jedoch eher schrecklich war, da die vier Elefanten dort angekettet waren.
Wir machten uns auf den Rückweg nach Pollachi, hatten ein traditionelles indisches Essen und köpften Andre’s Wodka gemixt mit Mangosaft.
Am nächsten Tag nahmen wir erneut den Bus nach Topslip und hatten wohl den Michael Schumacher unter den indischen Busfahrern erwischt. Ich bin noch nie so schnell einen Berg hoch. Von Topslip liefen wir die 4 km bis Kerala, dem Nachbar Bundesland von Tamil Nadu (Chennai liegt in Tamil Nadu). Dort machten wir eine Safari, so mit circa 75 durch den Wald- tatsächlich sahen wir bei dem Tempo Büffel, Pfauen, Wild und Schweinchen. Die Stauseen waren traumhaft schön und auch der größte Baum im Park war sehr beeindruckend.
Wir nahmen dann wieder den Bus zurück. Ich sah schon von weiten das der indische Michael wieder am Steuer sass und tatsächlich haben wir die 10 Autos, die doch so einigen Vorsprung hatten bergab auf der kleinen kurvigen Straße mit dem alten großen Bus überholt. Der hat gehupt wie verrückt und die neue Bestzeit aufgestellt.
Das war wie Achterbahn fahren.
In Pollachi sprangen wir wieder in den Bus nach Coimbatore, wo wir noch indische Pizza hatten und dann den Nachtzug nach Chennai zurück nahmen.
Am Sonntag kamen wir dann wieder auf dem Campus an und der Unialltag ging weiter.
Lesen-lesen-lesen und für das nächste Quiz am Monatg lernen.
Gestern waren wir abends dann aber noch libanesisch essen und danach am Strand. Es war Vollmond und bei den angenehmen Temperaturen ist Strand immer super.
Weitere Bilder findet ihr hier —> Bilder
Wette gewonnen…
bei Wetten die über ein Jahr gehen ist es nur eine Frage der Zeit bis sie einer der Wettpartner vergisst. Da mein Lieblingschef unsere vergessen hat stell ich heute mal ein paar Bilder von mir auf die Seite.
Insbesondere für die von euch die sich fragen ob ich wieder mit 15 kg mehr auf den Rippen wie aus Australien komme ![]()
Ansonsten bin ich hier fleißig am studieren. Morgen steht ein Referat über die Wirtschaft in der DDR und ein Test im Fach Indian Economic Development an.
Ich war das gesamte Wochenende in Chennai um den gesamten Lesstoff zu lesen und nur abends unterwegs. Freitag habe ich ein wenig die Stadt erkundet, da um 12.00 der indische Premierminister und Sonia Gandhi kamen und der komplette Campus abgesperrt wurde. Wir durften nur vorher essen gehen und sollten unsere Bewegungen auf dem Campus in dieser Zeit einschränken.
Das war mir echt zu doof und so bin ich am Spencer Plaza ein wenig einkaufen gegangen. Ich sass gerade auf dem Frisörsessel und die ersten Haare fielen, als uns ein Stromausfall heimsuchte. Da wurden doch glatt wieder Erinnerungen an Dhaka wach. Somit wurden mir im Licht einer Minilampe die Haare geschnitten. Begeisterung!
Abends war ich noch mit den Jungs indisch Essen, aber lecker im Vergleich zu unserer Mensa. Anschließend haben wir noch ne Runde gebowlt.
Samstag sind wir nur abends zum Strand. Picknick wie immer
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Gestern besuchte uns eine weitere bekannte Persönlichkeit. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung übersendete zum 50. Jubiläum persönlich Glückwünsche.
Da ich die Bildungspolitik der letzten 3 Jahre nicht besonders hoch schätze, war ich an einem Foto mit ihr wie einige andere hier wenig interessiert.
Mein Part in der Veranstaltung bestand darin, die indische und deutsche Nationalhymne in einer indisch-deutschen Gruppe von 12 Leuten zu singen. Ich glaube, dass habe ich vorher auch noch nie gemacht.
Aber wie sagt Oma immer so schön: Nimm alles mit Netti.
Genau das mach ich und daher freue ich mich schon auf unseren Wochenendtrip
Gruß in die Heimat, Bremen und die Welt.
Netti
Große Freude…
Jeden Tag laufe ich an der Pinnwand in unserem Hostel vorbei. Dort stehen alle News und auch wer Post bekommen hat. Meist sind es langweilige Notizen aber heute traute ich meinen Augen nicht.
103 Janett stand dort bei Letters- Juhu… Große Freude
Vielen Dank für deine liebe Karte Hannah. Ich habe mich riesig gefreut.
Nachdem ich heute mein erstes Quiz geschrieben habe und es nicht sonderlich gut lief, war das eine schöne Überraschung!
Dieses WE werde ich auch in Chennai verbringen, da ich nächste Woche noch ein Quiz und eine Präsentation und so circa 100 Seiten Lesestoff habe.
Morgen fallen die Vorlesungen dafür aus und ich werde mich an meine Präsi- Thema: Wirtschaft in der DDR- widmen.
An euch ganz liebe Grüße.
Netti
Watch my ass!!!
Ja so langsam wird auch es Herbst in Indien. Besser gesagt Monsoon Zeit. Heute morgen hat es schon kräftig geregnet.
Mein Wochenende war nicht besonders spannend, da ich viel lesen musste. Die Quizwoche steht bevor. Freitag war ich nur nochmal am Strand. Schwimmen, Sonne und ein Eis- was will man mehr.
Abends waren wir noch im Theater und haben uns ein gesellschaftskritisches Stück angesehen. Ein männlicher Tänzer und die Zwänge innerhalb der Familie. Anschließend haben wir im Mocca Cafe noch nett was gegessen und getrunken. Belgische Waffeln-mhhhh…
Samstag wurde dann gelernt, Wäsche gewaschen und Kleinkramm erledigt. Um 19:15 Uhr trafen wir uns dann auch schon um wegzugehen. Mit dem Fahrrad los zum Maingate. 11 Kerle und 6 Mädels. Da man hier meistens nur als Päarchen in Clubs kommt, waren wir gespannt, ob sie uns reinlassen und tatsächlich. Wir zahlten 750 Rps Eintritt und bekamen dafür aber Gutscheine
Ein echt toller Abend.
Anschließend gab es noch Tee und Breadomelette an der Straße vor dem Maingate.
Sonntag wurde wieder gelernt.
P.s. die Überschrift ist ein Zitat. Wir saßen mal wieder zu 4 hinten in der Rickshaw- der Fahrer fuhr sehr schnell im dichten Verkehr und kümmerte sich um unserer heraushängenden Körperteile









