Ein langes Wochenende liegt hinter mir und der Unialltag hat mich wieder. Seit heute ist auch sicher, dass ich auch die nächsten Monate in Indien bleiben darf. Wir waren heute nämlich beim Foreigners Regional Registration Office und haben nun den offiziellen Indien Stempel in unseren Pässen.
Die Verwaltung hier ist wirklcih durch nichts zu toppen. Soviel steht fest.
Nun aber kurz zu meinem WE. Da wir am Donnertag keine Bustickets mehr für Bangalore bekommen haben, mussten wir in Chennai bleiben. Wir waren auf dem größten Busterminal Asiens hier in Chennai und ich habe um 11 Uhr abends noch nie soviele Menschen und Busse auf einen Haufen gesehen. Leider waren wir jedoch nicht erfolgreich und mussten die 1 1/2 Stunden zurück durch Chennais dichten Verkehr.
Freitag haben Miri und ich uns dann zu einem Ausflug nach Mamallapuram entschlossen. Wir gingen ein wenig einkaufen und machten eine Bootstour. Die Wellen der Bay of Bengal waren echt hoch. Mit dem kleinen Fischerboot umrundeten wir einen Tempel im Meer, den man beim Tsunami entdeckte. Als wir anschließend am Strand sassen bekamen wir tierischen Besuch. Eine Horde Kühe schlenderte auf uns zu und plötzlich knapperte doch tatsächlich ein Vieh an meinen Blumen im Haar. Natürlich fanden die Inder das total toll und zückten ihre Fotohandys. Na ja, da die Tierchen ja hier heilig sind, streichelte ich das Rindvieh einfach und lächelte in die Kameras 
Auf dem Rückweg mussten wir wieder mal um einen Platz im Bus kämpfen. Stellt euch das so vor.
1) Fragen welche Busnummer nach Chennai fahren.
2) Aufmerksam die Straße beobachten.
3) der Bus kommt- losrennen und aufspringen solang der Bus noch fährt
4) an den Leuten die eigentlich aussteigen wollen vorbei drängeln und so schnell wie möglich auf einen Frauensitz werfen
5) –> wenn der Frauensitz von einem Mann blockiert wird, auf sein Recht bestehen und ihn verscheuchen 
Ja so ähnlich lief das bei uns. So bescheuert ich diese Trennung der Plätze und die Reservierung von Frauensitzplätzen finde, so froh war ich doch nach diesem langen Tag nicht eine Stunde eingeengt im Bus stehen zu müssen!
Abends machten wir dann alle zusammen ein Picknick am Strand in Chennai.
Samstag waren wir dann wieder mit einer größeren Gruppe unterwegs und machten uns auf den Weg nach Kanchipuram. Die Stadt gehört zu den 7 heiligsten Städten in Indien. Überall in der Stadt findet man Tempel, die wir mit Fahrrädern abfuhren. Zum Lunch hatten wir traditionell indisches Essen auf Bananenblättern und glücklicherweise ging es uns auch am nächsten Tag noch gut. Die kleinen Seitenstraßen waren jedoch viel spannender- ein Markt und viele Leute in einer Nebenstraße, die großen Spaß daran hatten mit uns Fotos zu knipsen und uns vergnügt bestaunten.
Auf dem Rückweg nahmen wir wieder den Bus und stellten fest, dass es sich nicht um den direkten Weg nach Chennai handelt. Nach einmal umsteigen erreichten wir jedoch den Campus und gingen erstmal westlich essen. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal richtig Hunger auf Mc Donalds hab.
An diesem Wochenende wurde mir bewusst, was Freiheit eigentlich bedeutet und wie glücklich ich mich schätzen kann.
Es ist schön frei zu sein!

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