Archiv für August 2008

25
Aug
08

Sonne, Strand und Meer…

eigentlich wäre alles so perfekt, wenn da nicht noch das Wort Studium fehlen würde.

An diesem Wochenende habe ich keine größere Tour gemacht und bin jeden Abend in meine gemütliche Hostelzelle zurück gekehrt.
Freitag haben wir nach den Vorlesungen nicht viel gemacht- Wäsche und genug Lesestoff war vorhanden ;-) . Das Waschen ist hier auch wieder ein besonderes Erlebnis. Die Waschmaschine funktioniert mal wieder nur mit kaltem Wasser und daher tragen wir Eimer mit heißen Wasser aus den Baderäumen zur Waschmaschine um den Schmutz wenigstens annähernd aus den Klamoten zu bekommen. Dann kann maximal 20 Minuten am Stück waschen- muss dann das Wasser aus der Waschmaschine lassen- die Maschine wieder mit Wasser füllen- Waschen- und das gleiche Spiel nochmal. Anschließend gibt es noch eine Schleuder zum trocknen. Danach kann man nur noch hoffen, dass die Affen, die Wäsche nicht von der Leine holen ;-) .

Abends sind wir dann mit den Fahrrädern zum Elliots Beach in Chennai und haben dort ein Picnic gemacht. Brot mit ein paar Körnern und auch für Leute ohne Gebiß brauchbar mit Käse und ein paar Keckse und Nachos. Endlich mal keinen Reis- oh mann, dass erste was ich Berlin machen werde, ist ein Körnerbrötchen mit Salami kaufen!

Samstag bin ich dann mit unseren zwei Franzosen Remi und Lucien zu unserer Fahrradtour aufgebrochen. Ziel war eine Art Museumsdorf 21 km von Chennai. Es dauerte 30 Minuten durch den Stadtverkehr bis wir die Landstraße am Meer erreichten. Die alten indischen Fahrräder wiesen auf der gesamten Tour keine Mängel auf. Auf dem Weg entdeckten wir einen einsamen Strand, an dem nur ein paar Fischerboote lagen. Ein seltenes Bild hier. Das Wetter war traumhaft und da das Museumsdorf nicht so spnnened wie erwartet war kehrten wir anschließend zu diesem Strand zurück. Im Museumsdorf wurden wir mit Henna bemalt (auch die Jungs obwohl es eigentlich nur Frauen tragen). Das nicht besonders angenehm riechende Zeug benötigt eine Stunde zum trocknen und daher hieß es nur mit einer Hand Fahrrad fahren.

Am Strand sprangen wir dann in die Bay of Bengal. Die Wassertemperaturen sind gerade angenehm. Auf dem Rückweg entdeckten wir noch ein Eiscafe der besonderen Art. Du suchst dir 1 Eissorte aus (100g), diese wird dann auf einer Eisplatte nochmal extra gekühlt und in eine Waffelschale gelegt. Bei zwei Sorten werden diese gemixt und man kann aus verschieden Topings wählen. Dazu bekommt man einen Schokochip, der einfach gefrorene Schokosoße ist. Das war super lecker.

Wir kamen dann genau in den 6:30 Uhr Abendverkehr und ich hatte selten soviel Spaß beim Fahrrad fahren. Frei nach dem Motto „Wer bremst verliert“ rasten wir durch den Verkehr. Einfach klingeln und rufen wenn jemand im Weg steht und sich an allen Fahrzeugen im Stau vorbei schlängeln.

Gestern musste ich dann wieder Unizeug machen ;-( und heute habe ich wohl mein erstes F erhalten. Wir haben einen surprise Test geschrieben, indem ein Wachstumsmodel durchgenommen wurde, dass der Kurs letzte Woche behandelt hat, als wir beim Immigration Office waren. Na ja klarer Fall von Pech gehabt würde ich sagen, aber es ist ja noch nicht die Endnote. Von daher bin ich mir sicher, dass ich den Kurs schon irgendwie schaffen werde.

So ich muss dann mal wieder. Es warten noch 40 Seiten Human Rights and Justice auf mich!
Lasst es euch gut gehen.

Ach ja:
Ich freue mich ja nach wie vor sehr über E-Mails und so aber noch schöner wäre ja eine Postkarte aus eurem nächsten Urlaub.
Hier meine Adresse am IIT.
Janett Kampf
IIT Madras, Sarayu Hostel, Room 103
600 036 Chennai, India

Jedem/r Brief/ Postkarte ist ein ausführliches Antwortschreiben versprochen ;-)

18
Aug
08

Mamallapuram- Kanchipuram- Chennai

Mamallapuram- Kanchipuram

Mamallapuram- Kanchipuram


Ein langes Wochenende liegt hinter mir und der Unialltag hat mich wieder. Seit heute ist auch sicher, dass ich auch die nächsten Monate in Indien bleiben darf. Wir waren heute nämlich beim Foreigners Regional Registration Office und haben nun den offiziellen Indien Stempel in unseren Pässen.

Die Verwaltung hier ist wirklcih durch nichts zu toppen. Soviel steht fest.

Nun aber kurz zu meinem WE. Da wir am Donnertag keine Bustickets mehr für Bangalore bekommen haben, mussten wir in Chennai bleiben. Wir waren auf dem größten Busterminal Asiens hier in Chennai und ich habe um 11 Uhr abends noch nie soviele Menschen und Busse auf einen Haufen gesehen. Leider waren wir jedoch nicht erfolgreich und mussten die 1 1/2 Stunden zurück durch Chennais dichten Verkehr.

Freitag haben Miri und ich uns dann zu einem Ausflug nach Mamallapuram entschlossen. Wir gingen ein wenig einkaufen und machten eine Bootstour. Die Wellen der Bay of Bengal waren echt hoch. Mit dem kleinen Fischerboot umrundeten wir einen Tempel im Meer, den man beim Tsunami entdeckte. Als wir anschließend am Strand sassen bekamen wir tierischen Besuch. Eine Horde Kühe schlenderte auf uns zu und plötzlich knapperte doch tatsächlich ein Vieh an meinen Blumen im Haar. Natürlich fanden die Inder das total toll und zückten ihre Fotohandys. Na ja, da die Tierchen ja hier heilig sind, streichelte ich das Rindvieh einfach und lächelte in die Kameras ;-)
Auf dem Rückweg mussten wir wieder mal um einen Platz im Bus kämpfen. Stellt euch das so vor.
1) Fragen welche Busnummer nach Chennai fahren.
2) Aufmerksam die Straße beobachten.
3) der Bus kommt- losrennen und aufspringen solang der Bus noch fährt
4) an den Leuten die eigentlich aussteigen wollen vorbei drängeln und so schnell wie möglich auf einen Frauensitz werfen
5) –> wenn der Frauensitz von einem Mann blockiert wird, auf sein Recht bestehen und ihn verscheuchen ;-)
Ja so ähnlich lief das bei uns. So bescheuert ich diese Trennung der Plätze und die Reservierung von Frauensitzplätzen finde, so froh war ich doch nach diesem langen Tag nicht eine Stunde eingeengt im Bus stehen zu müssen!
Abends machten wir dann alle zusammen ein Picknick am Strand in Chennai.

Samstag waren wir dann wieder mit einer größeren Gruppe unterwegs und machten uns auf den Weg nach Kanchipuram. Die Stadt gehört zu den 7 heiligsten Städten in Indien. Überall in der Stadt findet man Tempel, die wir mit Fahrrädern abfuhren. Zum Lunch hatten wir traditionell indisches Essen auf Bananenblättern und glücklicherweise ging es uns auch am nächsten Tag noch gut. Die kleinen Seitenstraßen waren jedoch viel spannender- ein Markt und viele Leute in einer Nebenstraße, die großen Spaß daran hatten mit uns Fotos zu knipsen und uns vergnügt bestaunten.

Auf dem Rückweg nahmen wir wieder den Bus und stellten fest, dass es sich nicht um den direkten Weg nach Chennai handelt. Nach einmal umsteigen erreichten wir jedoch den Campus und gingen erstmal westlich essen. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal richtig Hunger auf Mc Donalds hab.

An diesem Wochenende wurde mir bewusst, was Freiheit eigentlich bedeutet und wie glücklich ich mich schätzen kann.
Es ist schön frei zu sein!

13
Aug
08

Pondicheri- Puduchcheri- Pondichchey

Ja, für diesen schönen Ort gibt es gleich mehrere Schreibweisen.

Genau dort war ich am letzten WE.
Nachdem wir Donnerstag eine Beerdigung mit angesehen haben und Freitag die Chennai Filmstudios besichtigt haben, indem wir uns einfach als Schauspieler ausgegeben haben, starteten wir Samstag Richtung Süden.

Pondicheri

Pondicheri


Pondicheri ist eine französische Kolonie und somit halb französisch und halb indisch. Wortwörtlich ist die Stadt auch so aufgeteilt.
Wir waren 13 Leute- rein in den ersten Bus und ab nach Mamallapuram (20 Rupees). Von dort nahmen wir einen bequemen Kleinbus mit DVD (Hindi Film- de Handlung verstehe ich bis jetzt nicht ;-) ) (200 Rupees) nach Pondicheri. Der Fahrer setzte uns an einem Hotel ab, wo wir alle unterkamen. Sehr coole Zimmer (350 Rupees).

Wir sind dann los und wollten uns Motorräder ausleihen aber leider gab es keine mehr. Somit schnappten wir uns Drahtesel (60 Rupees für zwei Tage) und erkundeten die Stadt. Miri und ich entdeckten sofort den Elefantentempel, wo ein echter Rüssel die Leute segnet, wenn man ihm eine Müntze hinhält. Das war ja schonmal sehr cool.

Auch der Tempel war sehr nett. Wir fuhren weiter durch den französischen Teil und an der Strandpromenade entlang. Fabian hatte sich eine Enfield ausgeliehen. Dieses indische Motorrad würde ich mir gern kaufen. 100 kg, alles Seitenverkehrt und nicht besonders zuverlässig- spricht eigentlich nicht für einen Kauf aber die ist echt so schön. Natürlich fuhr Fabians geliehendes abends auch nicht mehr. Mhhh…

Im Restaurant trafen sich dann alle wieder zum Dinner. Und wirklich keiner wollte was Indisches essen ;-) Wir fuhren anschließend zum Strand und genossen das ein oder andere Kingfischer 0.65 l Bier (natürlich versteckt).

Wir trafen Franzosen- fuhren zu einer Bar, die gerade den Ausschank eingestellt hatte und bekamen Infos über einer Party und so startete eine verrückte Nacht.

Die Einen sind im Auto bei irgendeinem Typen mitgefahren, die anderen sassen zu dritt auf Rollern und wir versuchten mit Fahrrädern hinterher zukommen. Dabei ging ich in der Stadt verloren. AHHHH.. Na ja ich hab den Weg zurück gefunden, bin dann mit den Jungs zurück zum Hotel gelaufen und mit dem CNG ins nirgendwo zu dieser Party. In den kleinen Gasen wurden wir oft angesprochen und man sah doch einige Leute auf der Straße schlafen.

Nach langem Suchen fanden wir die Partylocation und die war echt cool. Motorräder in den Bäumer, Reifen zum Schwingen und selbstgebaute Spielgeräte für Klein und Groß und dazu ein bißchen Musik und viele Leute. Wir sind anschließend noch zum Strand und waren wieder zu viele. So musste Fabian zweimal fahren und ich sass mit zwei Kerlen, 1:98 und 1:90 plus zwei Rucksäcken auf einem Roller. Oh man was für ein Tripp.

Am nächsten Tag bin ich dann allein mit Miri durch die Stadt geeiert und wir haben die anderen erst abends wieder getroffen. Pizza und dann in den Bus (55 Rupees). Schon ne witzige Truppe. Viele Deutsche und zwei Franzosen.

Montag habe ich noch ein Fahrrad bekommen. Ich war zum vierten Mal bei dem Laden und immer sagte der Typ. Tomorow (Das wird mein persönliches UNWORT der Jahres).

Ich wurde etwas lauter, sodass mich plötzlich die ganze Straße anschaute.

„There is no tomorow! Today!!! I am not coming tomorow.!“ Die Jungs schauten mich ein wenig eingeschüchtert an und zeigten auf ein klappriges Fahrrad. Mein Gesichtsausdruck sagte anscheinend alles und so sprang der Typ auf und zeigte mir ein cooles altes Männerfahrrad- 600 RPs. Bei dem Preis war ich so überrascht, dass ich einfach nur noch ja sagte. Ich musste nur noch auf den platten Reifen zeigen und schon überholte er das gesamte Gefährt ;-) Neuer Reifen- Bremsen gestellt und alles geölt. Warum denn nicht gleich so!

Es geht doch! Schade nur, dass man hier als Frau entweder ignoriert oder angeblafft wird. Schlimmer als in Bangladesch!

Soweit von hier- Freitag ist Unabhängigkeitstag und so freue ich mich auf ein langes WE, denn die Uni ist nicht so toll. Mindestens 50 Seiten am Tag lesen ist echt nicht spannend.

Liebste Grüße in die Heimat und in die Welt.–> neue Bilder sind auch online.

Netti

11
Aug
08

Floßfest 2008 und Bergfest

Am Samstag fand in Lehnin das traditionelle Floßfest im Strandbad statt.

Hier sind einige Bilder des Tages! –> Bilder Floßfest

Zu den Platzierungen:
1. Rietzer (2ter Tietel in Folge mit Pippi Langstrumpf)
2. Nahmitzer Reiher (ihr saht echt schick aus Jungs)
3. Lehniner Kellerkinder mit dem Hitparade Floß. ( das sah wirklich klasse aus- ich hab euch ja kaum wieder erkannt ;-) )

Meine Ruderer sahen ebenfalls super schick aus und besonders Marchs Frisur hat mich sehr beeindruckt.

Mein WE war sehr schön, aber davon werde ich bei Gelegenheit ausführlicher berichten.

Gestern war überings mein Bergfest und ab jetzt wird runter gezählt ;-)

09
Aug
08

Ich sehe was…

was du nicht siehst.

1stes Floßfest- wir Ruderchaoten!

1stes Floßfest- wir Ruderchaoten!

Gerade habe ich ganz schön Heimweh, denn morgen ist das Floßfest in Lehnin und ich bin dich dabei ;-(

Wie sehr ich an diesem Fest hänge sieht man wohl an meiner Seite aber noch mehr hänge ich an all den Leuten, die ich durch dieses Fest kennen gelernt habe.
Auch in diesem Jahr gibt es wieder tolle Ideen. So kann ich schon mal verraten, dass Leute nach Öl bohren werden- berühmte Comicfiguren den Klostersee unsicher machen und dass es wieder tolle Musik für alle Altersklassen dazu gibt.

Ich drücke jedenfalls allen Mannschaften die Daumen.

Soweit ich weis ist auf jeden Fall mein Team – die Ruderchaoten dabei. Außerdem kann man sich auf die Lehniner Kellerkinder, die Nahmitzer Reiher, die Rietzer und endlich auch wieder meine Krahner Sterne freuen. Ich freue mich schon jetzt auf die Bilder und bin gespannt was Benni, Markus, Christian, Jörgi und Co so gezaubert haben.

Leider sind in diesem Jahr die Lehniner Biker, eine der Topmannschaften nicht dabei. Dafür freue ich mich umso mehr wenn wir nächstes Jahr wieder zusammen am Klostersee feiern.

In diesem Sinne wünsche ich allen Teilnehmen und Besuchern einen sonnigen Tag, ganz viel Spaß und Unterhaltung und ein grandioses Rennen.

Ein fröhliches Floß unter, Floß unter, Floß unter aus Chennai.
Liebste Grüße,
Netti

auf dem Campus

auf dem Campus

P.S: Ich habe diese Woche schon meine erste Hausarbeit abgeben und werde mich morgen mit einem Wochenendtrip ablenken. Es geht Richtung Süden nach Puduchcheri. Strand- alte französische Bauten und ne große Truppe. Ich freue mich schon, weil wir wahrscheinlich Motorräder ausleihen. Yehhh… Ich überlege im Moment auch, ob ich mir eine Enfield, eine britisch-indische Marke, kaufen soll. Die Motorräder sind voll schön und sehen aus wie aus den 60igern. Problem ist nur das die Schaltung und einfach alles seitenverkehrt ist. Mal schauen.
Ansonsten waren wir heute in den Chennai Filmstudios und haben bei einem Dreh zugeschaut.
Schaut mal unter Nettis Bilder –> da gibt es ein paar Neue ;-)

04
Aug
08

Der erste Ausflug ans Meer…

Ausflug nach Mamallapuram

Ausflug nach Mamallapuram


Nach fast zwei Wochen in Indien kann ich nach wie vor nicht über Langeweile klagen.

Die Kurse haben bereits begonnen und sind doch anspruchsvoll. Wir müssen bereits die ersten Aufgeben bewältigen und verschiedene Sachen in dieser Woche abgeben.

Gerade sitze ich in meinem Zimmerchen und hatte Besuch von einem Affen. Ich hab zwar Gitter an meinem Balkon aber das hindert einen Babyaffen ja nicht daran mich mal zu besuchen und mir einen dicken Schrecken einzujagen ;-) Niedlich sind sie schon, nur klauen sie auch ganz gern mal Sachen.

Gestern haben wir einen Ausflug gemacht. 15 Leute-internationale Studenten- haben doch tatsächlich versucht alle zusammen in einem Bus Platz zu finden. Natürlich ist das hier relativ schwierig und so haben wir uns irgendwann auf verschiedene Busse verteilt.

Ziel unserer Reise war Mamallapuram im Süden von Chennai. Dort angekommen und wieder gefunden teilten wir uns in Grüppchen auf. Wir schnappten uns ein paar Fahrräder (40 Rupees- 70 cent) und erkundeten die zahlreichen Tempel im Ort. Das Besondere an Mamallapuram ist, dass es zahlreiche Felzschnitzreien gibt und alle Tempel ebenfalls in Stein gemeiselt sind. Bei angenehmen Temperaturen bestiegen wir die Steine bis zum Leuchtturm. Das war wirklich traumhaft.

Nach einem ausgiebigen Lunch in einem Fischrestaurant bestaunten wir noch zwei weitere Tempel und machten uns dann am Strand bequem. Die Bay of Bengal ist für mein Verständnis aber noch sehr kalt. Somit haben wir lieber Tee getrunken.

Nachdem wir uns alle wiedergetroffen haben schafften wir es tatsächlich alle in den gleichen Bus. Körperkontakt pur und 45 Minuten stehen. Wir gingen dann noch was westliches Essen.

Ich kann auf dem Campus umsonst in der Mädchenmensa essen, aber ich glaube noch 4 Wochen und ich brauch einen regelmäßigen Ausgleich. Heute war das Mittag wieder so scharf.

Zum Frühstück gibt es bereits warm- scharfe Soßen mit Reis oder Roti (so eine Art Fladenbrot) und Toast, Butter und Marmelade (schmeckt wie sausüßer Kaugummi). Tee und Kaffee sind aber morgens echt nett.

Mittags: warm- Reis, Rotis oder Chapatis oder so was in der Art, vegetarische Soßen und Gemüse, Kartoffeln und Joghurt. Salat oder Früchte. Abends sieht das Essen ganz ähnlich aus.

Hier wird an sich auch nur mit der rechten Hand gegessen. Für Leute wie uns gibt es aber auch noch einen Löffel ;-)

Bis die Tage,
Lg,
Netti

Hier findet ihr noch einige neue Bilder mehr –> Netti’s Bilder

02
Aug
08

Studentenleben im IIT Madras

Das Indian Istitute for Technology Madras ist eine der anerkanntesten Universitäten in Indien und die Studenten müssen tagelange Aufnahmetests bestehen um hier studieren zu können.

Affen auf dem Campus!

Affen auf dem Campus!

Chennai- aus dem Zug!

Chennai- aus dem Zug!

Dementsprechend lebe ich im Moment in einer Elitegesellschaft, inmitten von ehrgeizigen Studenten, die ihr Leben lang gelernt haben. Ich wohne hier im Mädchenhostel, mein Zimmer ist klein aber mittlerweile ganz gemütlich und ich habe die ersten Vorlesungen besucht.
Ich verstehe glücklicherweise sogar alle Dozenten ;-) , nur die anderen Studenten nicht wirklich.
In diesem Semester belege ich also 4 Kurse: Development, Planning und Project Appraisal, Human rights and Justice, Indian Economic Development und International Finace and Trade. Bisher waren die Vorlesungen anspruchsvoll und nächste Woche miuss ich sogar schon meine erste Arbeit abgeben. Anwesenheit spielt hier eine Rolle und es gibt mehr als eine Prüfung im Semester.
Die Woche verging wie im Flug. Wir waren hauptsächlich damit beschäftigt Formulare auszufüllen und Anträge für irgendwelche Sachen zu stellen. Jetzt hab ich schon einmal ne Schwimmkarte. Ein Anfang ;-)
Hindi Schrein beim IIT

Hindi Schrein beim IIT


Heute mussten wir zum Foreigners Regional Registration Office und uns anmelden. Natürlich fehlte wieder ein Dokument.
Ich machte anschließend mit Miri die Stadt unsicher. Wir setzten uns einfach in einen Bus und fragten ein wenig rum. Die Leute schickten uns zu einem sehr westlichen Kaufhaus- nicht ganz was wir gesucht hatten ;-) . Wow Indien hat den Konsum echt entdeckt!
Abends waren wir mit den Jungs essen auf dem Campus. Wir mussten uns eintragen um die Hostel zu besuchen. Hier besteht alles aus Regeln, Formularen und Einschränkungen.
Alkoholverbot, Rauchverbot, getrennte Hostel, getrennte Mensen, Frauen dürfen nur in einem „proper swimming suit“ sowie mit Badekappe in den Pool und und und ;-)

Chennai an sich finde ich nicht so schön. Kolkata hatte schönere Gebäude. Unser Campus wirkt wie eine ruhige grüne Oase in Chennai und ist doch ein völlig andere Welt im Vergleich zu der Welt hinter dem Campus. Die Bilder zeigen einige Eindrücke der ersten Tage.

Ich grüße euch alle ganz lieb.
Netti

Der Strand bei Chennai- Bay of Bengal!

Der Strand bei Chennai- Bay of Bengal!

im Bus

im Bus