Archiv für Juli 2008

31
Jul
08

Veranstaltungstipps ;-)

auch in der Heimat kann man was erleben!

9. August 2008
Das schönste Fest in Brandenburg- die tollsten Teams im Land- die verrücktesten Ideen- und die liebsten Menschen zusammen an einem Ort ;-)

Auf zum Floßfest!

Floßfest 2007- Engel und Teufelchen!

Floßfest 2007- Engel und Teufelchen!

Eine Woche später…
Das Konzert der anderen Art!
Rock am Kuhstall

Rock am Kuhstall

Rock am Kuhstall

Mir gehts super. Hab nur morgen um 8:00 Uhr Uni und werde mich jetzt auf dem Zähneputz-Weg machen.

Lg,
Netti

27
Jul
08

IIT Madras- die ersten Eindrücke

So nun ist der zweite Tag und ich hab Internet. Juhu ;-)

IIT Madras

IIT Madras

Tatsächlich sind Miriam, Katinka und Simon mit 30 Minuten Verspätung in Chennai gelandet.
Es war super schön sie wieder zusehen. Für mich ist Indien tatsächlich ein Schritt Richtung westliche Gesellschaft. Man merkt das es sich um ein Schwellenland handelt.

Wir wurden am Flughafen von zwei Studenten abgeholt und stellten fest, dass noch mehr Bremer in Madras studieren und lernten somit Tim kennen. Wir quetschten uns in ein Auto und fuhren zum Campus des Indian Institute of Technology Madras. Dort übernachten wir im Hostel und wurden um 8:00 Uhr schon wieder aus den Zimmer geworfen. Anschließend liefen wir mit Sit, unserem Inder über den Campus. Hier einen Zettel ausfüllen, da ein Formular abgeben, den Professor kennen lernen und im Tiffanys frühstücken. Natürlich gab es traditionelles Essen- scharf und süßen Tee. Wenn das mal nicht der perfekte Start in den Tag ist ;-)

Wir liefen den ganzen Tag auf dem 250 ha großen Gelände umher und bezogen unsere Zimmer. Simon muss im Männerhostel übernachten, das wir Mädels betreten dürfen. Sein Zimmer erinnerte mich an eine Gefängniszelle (habe ich noch nie gesehen, aber so stelle ich mir eine vor). Stuhl, Wandschrank, Wandtisch und Eisenbett ohne Matraze (die mussten wir uns noch kaufen) und Gittern vor dem Fenster.

Unsere Zimmer im Mädchenhostel haben zusätzlich einen Balkon, sind aber auch nur 3 x 3 m. Dafür haben wir grün im Innenhof. Wir wohnen noch im Erdgeschoss, was sich hoffentlich noch ändern wird. Gestern kam nämlich ein Inder auf mich zu und sagte, dass man nachts die Balkontür nicht offen lassen sollte, wegen der Schlangen.

Ahhhhhhhhh… so way, dass ich im Erdgeschoss bleibe. Wir waren also damit beschäftigt ein Vorhängeschloss für die Tür, Matrazen, Kissen, Reinigungsmittel und eine Handy Sim Karte zu kaufen. Zimmer aufräumen uns einrichten. Was für eine Umstellung, nachdem ich ein Traumzimmer in Dhaka mit eigenem Bad und Balkon hatte. Duschen und traditionelle Toilette sind auf dem Flur.

Mittags waren wir in der Stadt essen. Ein riesiger Essenstempel mit allen westlichen Ketten. Mc Donalds, PizzaHut- alles da. Sit wollte gern Pizza. Die anderen staunten auf der Straße über den Verkehr, die Hütten und Menschen und ich über den Konsum der Inder. Es ist so seltsam wie unterschiedlich wir jetzt dieses Land wahrnehmen. Den anderen fällt die schlechte Luft und Wärme auf und mir ist schon fast kalt.

Abends waren wir mit anderen internationalen Studenten in der Stadt essen. Nettes Restaurant mit italienischer Küche. Es sind ca. 10 Deutsche, 6 Schweizer und einige Franzosen sowie 1 Engländer da. Anschließend sind wir zum Strand. Der CNG (hier fahren sie nicht mit Gas- daher nenne ich sie ab jetzt TukTuk) Fahrer hat mich fahren lassen. 4 Gänge und ein Rückwärtsgang. Voll cool. Das hat Spaß gemacht. Der Strand war dann nicht sonderlich sauber aber die salzige Luft und das Wasser sind schon toll. Der indische Ozean ;-)

Heute haben wir ausgeschlafen und waren wieder traditionell frühstücken. Einfach was bestellen und sich dann überraschen lassen, was es ist. Auch heute waren wir damit beschäftigt Formulare auszufüllen und auf der Suche nach Fahrrädern. Leider sind wir noch nicht fündig geworden. Chennai ist auf den ersten Blick eine ganz nette Stadt. Die Inder erscheinen mir schüchterner. Die Frauen lächeln nicht so viel und auch die Männer weniger. Es wirkt hektisch und man sieht sogar Frauen auf Motorrollern.

Ich bin gespannt wie es weiter geht. Auf dem Campus leben jedenfalls unzählige Affen, Rehe und Echsen. Ist wie im Streichelzoo.

Danke für eure lieben Mails und Nachrichten.
Lg,
Netti

Ankunft in Chennai

Ankunft in Chennai

26
Jul
08

Warten, warten und nochmal warten

24.7.2008

Rickshaw Puler

Rickshaw Puler

Ja nachdem ich um 6.30 Uhr erwachte machte ich mich mit Sack und Pack auf den Weg. Ich hatte am Tag zuvor gesehen, dass es am Flughafen Gepäckräume gab und nahm nun die Rickshaw. Ja genau- mit dem 22,5 kg Rucksack der einen Kopf größer ist als ich, den Handgepäckrucksack der ebenfalls nicht viel weniger wiegt und meiner Handtasche inklusive zwei Jacken. Die Inder schauten zwar aber in Bangladesch hätte ich wohl erstauntere Blicke geerntet. Ich bin tatsächlich Richtung Westen gewandert und das merkt man. Die Leute kennen Europäer, es gibt McDonalds und alles andere was die Konsumgesellschaft so bietet.

New Market Kolkata

New Market Kolkata

Am Flughafen checkte ich noch mal ob mein Kingfisher/ Deccan Flug wirklich abheben sollte. Ja pünktlich um 17.15 Uhr gab mir die Deccan Tante zu verstehen. Die Inder machen so eine seltsame Kopfbewegung wenn sie ja sagen, was af mich eher wie ein nein wirkte. Daher hab ich 3 mal nachgefragt bis sie sich ein yes rausquellen konnte. Nach den gesprächigen Taxifahrern hab ich heute auch die ganz Schweigsamen kennen gelernt. Ja dann ging ic zu dem Gepäckraum und stellte erschreckender Weise fest, dass es dort keine abschließbaren Fächer gab sondern eher eine kleine Lagerhalle, in der die kleinen Inder (sind sie wirklich) ihre Klamotten abstellten. Ich war sehr misstrauisch. Schließlich handelt es sich ja sozusagen um mein kleines Haus, was ich da in die Hände eines indischen Daddys geben sollte. Auf dem Tisch lag ein sehr stammbieler Inder der von einem jüngeren am Kopf gegrault wurde. In diesem Moment schaute mich ein älterer Inder mit einer Brille, wie sie mein Opa so gegen 1970 trug an und versicherte mir, dass es absolut sicher wäre.

Vielleicht war es die Brille, vielleicht diese seltsame bejahende Kopfbewegung oder einfach die 22,5 kg, die ich nicht den ganzen Tag mit mir rum tragen wollte. Kurze Zeit später nahm mir jemand den Rucksack ab (kleiner als ich und mal locker auf der Schulter getragen).

Ich setzte mich in das nächste Taxi und hatte wieder die gesprächige Sorte von Inder neben mir zu sitzen, der mich gutgelaunt zum Victoria Memorial fuhr. Tolles Bauwerk und sehr beeindruckend. In Kolkata gibt es sogar eine Metro und Straßenbahn. Alles ein bisschen moderner als in Dhaka aber doch noch sehr ähnlich. Schließlich ist es ja noch Westbengalen. Der Inder zeigte mir auch fröhlich die Armensiedlungen mit den Worten- Bangladeschi people. In diesem Moment mochte ich ihn nicht mehr. Ganz schön überheblich. Schon an meinem ersten Tag vermisste ich Dhaka und das „hello Mam“ der Bangladeschis.

Das Victoria Memorial hatte einen großen Park. 4 Rupees Eintritt- die Taxifahrt kostete mich 320 Rupees. Ich schüttelte den aufdringlichen Taxifahrer ab und lief einfach mal die Straße entlang bis mich das nächste gelbe Taxi aufgabelte. Es ging vorbei an der Railway Station vorbei an vielen alten Gebäuden aus Kolonialzeiten bis zur Sudder Street und dem New Market. Ich schlenderte über den Markt- sah Rickshaw Puler und viele Klamotten und Inder die mir unbedingt was andrehen wollten. New Market Kolkata = New Market Dhaka ;-)

Regen setzte ein und so setzte ich mich in ein Cafe. Der Typ an Tresen war echt sehr nett aber an dieses Englisch muss ich mich echt gewöhnen. Ich bekam einen Brownie und einen Cafe Mocha mit den Worten „Welcome in Kolkata Janett- enjoy your stay“. Ja auch er gehörte zur gesprächigen Sorte, aber von der netten. Das Wetter war wirklich nicht besonders und so schaute ich mir nur noch die Gegend um den New Market an und ließ mich dann zum Flughafen fahren. Auf dem Weg hab ich einen guten Eindruck von der Stadt bekommen.

Willkommen in Indien

Willkommen in Indien

Gespannt betrat ich den Storeraum und tatsächlich für ganze 10 Rupees bekam ich mein Haus zurück. Anscheinend ist es auch vollständig. Ich wanderte zum Domestic Airport und konnte das Haus tatsächlich gleich einchecken. Sitz 1 A. Das hatte ich auch noch nie. Ab jetzt hieß es warten, warten, warten- security check und warten, warten, warten. Der Flug hatte 20 Minuten Verspätung. Am Ende saß ich neben zwei verschleierten Tanten in Reihe eins, musste meinen Rucksack 5 Reihen weiter unterbringen, konnte nicht aufstehen, weil sich die zwei Damen so breit machten und wir die gesamten zwei Stunden Turbulenzen hatten und wurde von den dazugehörigen Männern rechts neben mir beobachtet. Zum Überfluss gab es auch noch frittierte Samosa als Snack, die ich seitdem ich einen Tag nachdem ich die Teile in Dhaka gegessen hatte, komplett krank war, nicht mehr riechen kann. Die freundliche Stewardess versorgte mich jedoch noch mit einem Muffin als Ersatz.

In Chennai gewitterte es bei der Landung. Das sah toll aus mit all den Lichtern. Der Rucksack kam Ruckzuck und ich lief die 200m zum International Airport. Den durfte ich erst betreten nachdem ich ein Visiter Entry Ticket für 60 Rupees erstanden habe. Jetzt sitze ich hier und warte, warte, warte und der Flug hat auch noch ne halbe Stunde Verspätung. Es ist Es ist 20.30 Uhr und die anderen kommen mit Lufthansa um 0:15 Uhr. So jetzt ist auch noch der Akku leer und keine Steckdose in Sicht. Daher nerve ich jetzt auch mal die kleinen Inder!

Bis die Tage. Ich meld mich von der Uni.
LG,
Netti

Taxis

Taxis

26
Jul
08

INDIEN: Propellermaschine, Gelbe Taxis aus den 70ern, Stau und neugierige Inder

23.7.2008
Soviel zu meinem ersten Eindruck von Kolkata (Calcuta) ;-) .

Victoria Memorial

Victoria Memorial

Ja, ab heute heißt es Indien unsicher machen. Mittwochabend ging mein Flug.

Ich habe den letzten Tag hauptsächlich mit Sachen packen verbracht. Es hat sich so einiges angesammelt. Morgens waren wir noch mit Nafeez frühstücken. Abschied nehmen ist wirklich nicht mein Ding.Zum Glück kommt Nafeez nach London und wird dort zwei Jahre studieren. Da sollte meine Flugmeilen doch reichen.

Wir waren dann noch beim Schneider. Meine Jacke abholen. Die ist voll schön geworden. Ja danach hab ich gepackt. Masinetz, Wasserkocher, Schlafsack, Bettwäsche und ein paar Bücher, dazu noch meine Klamotten und die vielen schönen Geschenke die ich zum Abschied bekommen habe = 22,5 Kg.

Zum Lunch kam Taimur noch vorbei. Caros Pasta übertrifft jeden Italien. Von den Beiden habe ich voll die schönen Geschenke (CDs, kleine Rickshaw, Windklang) bekommen. Einen Sari (traumhaft schön- dann kann ich euch den auch mal in der Heimat vorführen), ein Schiffchen ;-) (weil ich die so gern mag in Bangladesch), einen neuen Gürtel (ja meiner leidet an akuter Abnutzung), einen Kissenbezug mit meinen Lieblingsfarben, weil ich ja Bettwäsche in Indien brauche, ein super cooles traditionelles Musikinstrument (voll schön, jetzt hab ich endlich ne Gitarre) sowie ein sehr schönes Bild, das mir Taimur aus Bangkok mitgebracht hat.

Der Abschied von den Beiden fiel mir wirklich schwer. Ich hätte mir keine bessere Mitbewohnerin wünschen können ;-(

Shuresh, unser Botschaftsfahrer hat mich dann zum Flughafen gefahren. Wir hatten auf dem Weg noch einen kleinen Auffahrunfall. Ganz schrecklich, ich war ja eh schon nervös. Ist aber nichts weiter passiert. Ich kam noch pünktlich am Zia International Airport an. GMG erkannt glücklicherweise ohne weitere Nachfragen mein Ticket und sagte nichts zu meinem dicken Handgepäck und Rucksack. Eine nette Dame schleuste mich dann an der Schlange vorbei in den Wartebereich. Abtasten und checks inklusive.

Ich sah aus als ob ich den Winterurlaub fahren würde. Winterschuhe, dicke Strickjacke, Regenjacke und Jeans- zum Glück kühlen sie hier die Flughäfen auf Wintertemperaturen ab.

Ich telefonierte mit Zuhause und mit einigen von meinen Dhaka Leuten und wurde dann von der freundlichen Dame weiter zum Boarding begleitet. Da saßen nur ein paar Leute.

18.35 Uhr, unser Flieger war noch nicht da- 10-15 Minuten Verspätung. Ich glaubte meinen Augen nicht als ich das Flugzeug kurze Zeit später sah. Eine Propellermaschine mit 56 Sitzen. 19 Pasagiere ;-) Das hatte ich auch noch nicht. Der Flug war laut aber ohne Turbulenzen. In den 45 Minuten schaffte man es gerade das Sandwich, den Muffin und Schokoriegel sowie die Softdrinks zu verzerren und schon landeten wir in Kolkata.

Dhaka- Kolkata- Chennai

Dhaka- Kolkata- Chennai

Der Flughafen ist überschaulich. Ich bekam meine Stempel, den dicken Rucksack und tauschte ein paar Euros. 1 Euro = 61 Rupees. Dann nahm ich mir ein Taxi (80 Rupees) zur Airways Lodge. Die Taxis sind so cool. So richtig alte Teile mit durchgehender Bank. Hier fahre ich nur noch Taxi! Meine zwei Fahrer unterhielten sich angeregt mit mir und ich war völlig fasziniert von dem blinkenden und Farben wechselnden Hinduschrein auf der Ablage. Nach ein paar Kilometer und jede Menge Stau erreichten wir die Unterkunft. 780 Rupees die Nacht. Nun sitze ich hier und mag nicht mehr auf die Straße weil ich total KO bin. Morgen geht es weiter nach Chennai aber vorher mach ich noch Kolkata unsicher.

22
Jul
08

Ausflug nach Khulna und Bandarban

Nachdem wir Donnerstag auf einem Konzert von Nafeez Band Groovetrap waren und die Woche mal wieder verflog, starteten wir Freitag um 5:30 Richtung Bahnhof. Natürlich fuhr der Taxifahrer uns zum falschen Bahnhof sodass wir nochmal den ganzen Weg zurück durch die Stadt mussten und gerade noch die Bahn nach Khulna erreichten. Eine Breitspurbahn (3 Sitze links, 2 rechts). Ich war überrascht wie leer der Zug war und natürlich beschlossen wir uns zwei Plätze am Fenster zu schnappen.

Tribals

Tribals

An der Flughafen Station stiegen jedoch plötzlich sehr viele Leute ein und kurze Zeit später stand ein Mufti vor mir und machte mir unmissverständlich deutlich das ich mich auf seinem Platz breit gemacht hatte. Ich machte auf dummen Europäer und sagte nur „KI?, KI? = Was“. Daraufhin holte er den Zugbegleiter der mir mit Händen und Füßen erklärte wo unser Platz ist. So sassen wir dann die nächsten 10 Stunden eingeengt in der 3 Reihe. Da wir die einzigen hellheutigen Menschen in diesem Zug waren, kam ab und an mal ein Kind vorbei und musterte uns von oben bis unten.

Nach mehren kleineren Stops- dem überqueren der Jamuna Bridge und vielen Reis-Jute- und Bananenfelden inmitten von Jungle und noch mehr Wasser erreichten wir um 17 Uhr Khulna am Rande der Sundarbarns. Erstaunlicherweise regnete es nicht obwohl wir Regenzeit haben und das Gebiet normallerweise sehr feucht ist.

Wir liefen dann direkt zum Schalten um unsere Rückfahrkarte zu kaufen, da man in Bangladesh nur one way Tickets bekommt.
Netti: „Salam aleikum.- We would like to Tickets bck to Dhaka?“
Ticketmensch: „When?“
N: „tonight“
T: „There is no train tonight! Holiday- you know it is friday!“
N: Ahhhhhhhhhh (Kreidebleich) So ein scheiße. „When is the next train leaving?“
T: „Tomorow, 20:00″
N: Ahhh zu spät- „Is there a bus going?“
T: Breites Grinsen und gleichzeitig verstörter Blick. “ Yeh“
N: „Where is the station?“
T: „Royal Hotel“
N: „No Hotel – the station!“ (Ich werde langsam ungeduldig)
T: „in front of the Royal Hotel“
N: Ah oh Thank you
(wir springen auf die Rickshaw, durchwqueren Khulna und ereichen das Hotel- tatsächlich fährt ein Greenline Komfortbus um 22.15 Uhr zurück nach Dhaka. 650 TK und ich bin erleichtert.)

Normallerweise würde ich hier ungern Bus fahren, da der Verkehr chaotisch und die Busfahrer Rennfahrerniveau haben.

In diesem Fall blieb uns jedoch nichts anderes übring. Die Busfahrt war auch sehr entspannt. Wir überquerten den Jamuna mit der Fähre mitten in der Nacht. Die Leute starrten mich an. Unangenehm.

Um 6.00 Uhr erreichten wir Dhaka und setzten uns in ein CNG nach Hause.

Die Woche verging wie im Flug. Ich besuchte noch ein Konzert von Nafeez und Black. Sehr cool. Die Abende habe ich mit Kollegen verbracht. Abschiede.

Donnerstag hat uns einer meiner Kollegen alle zu sich eingeladen. Abschied und Begrüßung zweier neuer Kollegen. Das war ein netter Abend. Kässpätzle, leckeres Brot und ein Bier sind schon ganz nett.
Eine gemütliche Runde.

Bandarban Markt

Bandarban Markt

Am nächsten Morgen fuhr um 8.00 Uhr unser Zug nach Bandarban. Das war echt klasse. 1. Klasse sogar. Die Klimaanlage war echt kalt. Die nächsten 8 h sassen wir im Zug, nachdem mit einer halben Stunde Verspätung losgerollt ist und wir nur mit Hilfe unsere Plätze fanden, schauten uns nun zwei Bangladeschis die gesamte Fahrt über an. Um 15.00 erreichten wir Chittagong und wurden von unserem Taxi erwartet.

Unser Fahrer fuhr uns nach Bandarban. Die Landschaft war traumhaft schön und ich war überrascht wie viele Schiffe im Hafen von Chittagong lagen.

Es wurde schon langsam dunkel als wir das Hill Side Resort erreichten. Tolle Aussischt auf die Hügel und eine nette Hütte zum schlafen wurde uns dort geboten. Jörn war begeistert.

Nach dem Dinner machten wir es uns auf unserem Balkon gemütlich. Zuvor hatten wir noch einen österreichischen Malaria Forscher kennen gelernt. Sehr nett und ein interesanter Job.

Am Samstag haben wir dann den Tiger Hill erklommen. Unser Guide führte uns den rutschigen steilen Weg hienauf. Im Schlepptau hatten wir zwei Polizisten. In Bandarban werden alle Touris von der Polizei begleitet, da es vor einigen Jahren zu Entführungen kam, die jedoch alle auf Geld und nicht auf religiöse Gründe zurück zuführen sind. In Bandarban leben 15 verschiedene Tribes. Unser Guide zeigte uns sein Dorf. Bambushütten, einfaches Leben und glückliche Menschen. Die Leute sahen ganz anders aus. Richtig asiatisch–> siehe Bilder.

Wir besuchten noch einen Aussischtspunkt und ein weiteres Dorf. Das war wirklich interessant. Nachmittags wagten wir uns dann den Berg hinab zum Fluss. Ein Amerikaner begleitete uns. Wir schlitterten den Berg hinab und irgendwann kam der Monsoon dazu. Klitschnaß grabbelten wir auf allen Vieren die Reisfelder hinab um dann in ein Miniboot mit 5 anderen Bangladeschis zu sitzen und ins Dorf hinunter zu fahren. Das war so cool. Leider hab ich keine Bilder weil es zu feucht war.

Ich war naß und dreckig als wir weiter durch den Ort liefen. Wir nahmen ein CNG zurück. Ich bin nach wie vor beeindruckt, dass die CNG die Berge dort mit voller Ladung hochkommen. Schneckentempo ist zwar nichts dagegen aber besser als laufen. Ich war echt ko.

Abends diskutierten wir noch lange mit dem Amerikaner über die Politik seines Landes. Er war doch allen ernstes Politikdozent an einer amerikanischen Uni ;-)

Montag besuchten wir dann den Markt im Ort. Getrockneter Fisch ist eine Spezialität. Bähh-riecht nicht besonders danach.

Nachmittags haben wir dann ein weiteres Dorf besucht. Wieder ging es den Berg hinab und wieder rauf. Die Menschen in diesem Tribe trugen große Halsketten und Tunnel in den Ohren. Ich fühlte mich wie inmitten einer Doku über asiatische Urvölker.

Abends sassen wir noch lange mit einem jungen Päarchen zusammen. Sie-Polin, er- Bangladeschi.
Gestern fuhren wir dann zurück. Der Zug war dieses Mal nicht ganz so kalt ;-)

Bandarban- Tigerhill

Bandarban- Tigerhill

Ich habe gestern noch einen super Shock bekommen. Mein Air India Flug nach Kolkata wurde gecancelt. Ahhh… Ich sollte in deren Office vorbei kommen. Caro übernahm das für mich. Super lieb von ihr. Sie war dort für fünf Stunden und konnte die Leute dort tatsächlich noch dazu bringen mich auf einen bangladeschische Fluglinie umzubuchen. Jetzt flieg ich morgen um 18.35 Uhr mit GMG nach Kolkata und dann Donnerstag weiter nach Chennai.

Nun sitze ich hier noch kurz in der Botschaft und nutze das Netz der Indian Residenz. Jetzt heißt es allen tschüss sagen. Mein Lieblingsfahrer war gerade schon da. ;-)

Schon komisch zu gehen. Ich würde gern bleiben, denn es gibt noch soviel zu sehen und zu tun.
Natürlich bin ich gespannt auf Indien aber alle sagen, dass die Inder arroganter sind und die glücklichsten Menschen leben wohl wirklich hier.

Menschen, die nicht viel haben- sind wohl einfach glücklicher, da sie nicht viel erwarten und sich noch über kleine Sachen freuen.

In diesem Sinne sage ich tschüss.
Ich muss noch einige Sachen erledigen und melde mich bei euch aus Indien.

Lg und danke für die Mails.
Netti

07
Jul
08

Ausflug nach Kushtia

Ja nachdem wir in der letzten Woche nicht Europameister geworden sind und die Regenzeit mehr und mehr einsetzt, hat nun meine vorletzte Woche in der Botschaft gestartet.

Die vergangene Woche verging wie im Flug. Am Donnerstagabend war ich bei einem Konzert im Goethe-Institut. Black- eine sehr coole bengalische Rockband. Ich war echt begeistert. Wir haben zudem noch Steffis Abschied dort ein wenig gefeiert, da es ihr letzter Arbeitstag war. Nachdem wir also so gegen 2 Uhr im Bett lagen klingelte um 4 Uhr erneut der Wecker. Schließlich traffen wir uns um 5 Uhr an der Botschaft- Ausflug nach Kushtia im Western zum Deutsche Welle treffen. Natürlich waren alle pünktlich, nur der Busfahrer hatte verschlafen. Es regnete in Strömen, sodass uns die Guards in der Botschaft aufnehmen mussten. Um 6 Uhr ging es dann los. 5 Stunden fahrt (geschätzte 200-250 km). Wir nutzten sogar die Fähre und überquerten den Padma. Bangladesch ist wirklich das Land der Flüsse.

Irgendwann kamen wir an- das Treffen war ganz interessant. Wir haben alle so kleine Wimpel bekommen und Lunch. Der Ort war auch sehr schön. Alte Gebäude- natürlich rosa. Ich hab dann auch mal nachgefragt. Es liegt daran das die Farbe ursprünglich aus Lehm und einem natürlichen roten Farbstoff gemüscht wurde und dann ergibt es einen rötlichen Ton. heute haben Architekten jedoch gleich direkt pink gewählt.

Naja wir sind dann weiter zum Tagore (berühmter Dichter und Denker) gefahren. Die Museen sind doch relativ einfach gestaltet. Danach ging es zurück nach Dhaka. Auf der Fähre durfte ich neben dem Kapitän stehen und auch mal das Ruder in die Hand nehmen. Um 22 Uhr waren wir zurück und die nächste Abschiedsparty von Steffi wartete auf uns. Wir waren also wieder spät dran.

Samstag wurde ich dann von einigen meiner Kollegen zum Frühstücken ins Radisson eingeladen. Die haben ein reichhaltiges Frühstücksbuffet. Sehr lecker und sehr gemütlich. Nach mittags konnt ich dann meine Sachen vom Schneider abholen- eine Hose, ein Kleid, ein Shirt und ne Jacke. Das ist echt toll, sich Sachen anfertigen lassen zu können. Nachdem ich mit Steffis Eltern noch einkaufen war haben wir uns abends beim Mexikaner getroffen und zum letzten Mal mit Steffi Abschied gefeiert. Caro, Steffi und ich trugen mal wieder Sari und erregten somit aufsehen im Restaurant.

Nun geht die Arbeitswoche weiter und das nächste WE wird geplant. Eine Zugfahrt in die Sundabarns.

LG, Netti

Kushtia

Kushtia