In Deutschland gibt es ab und an Hitzewellen. Normalerweise im Sommer.
In Dhaka beginnt gerade der Sommer und heute hatten wir 36,6 C (laut Zeitung) bei 77 % Luftfeuchtigkeit am morgen.
Ja das ist also die kleine bis mittelmäßige Hitzewelle. Mittlerweile hat der Pool im deutschen Club auch angenehme 30 C erreicht und ich gehe auch nach Sonnenuntergang baden.
Heute hatten wir mindestens 5 Stromausfälle und es ist noch früher Abend. Der Generator in der Botschaft lief so heiß, dass zwischenzeitlich alles Dunkel war.
Ja Bangladesch hat ein Energieproblem. Da sitzt man bei Kerzenschein und alles ist romantisch und doch weis man nichts mit sich anzufangen. Was haben die wohl im Mittelalter gemacht
Ich mag Dhaka trotzdem nach wie vor.
Nun zur letzten Woche.
Am Donnerstag war ich mit Leuten der GTZ (Gesellschaft für technische Zusammenarbeit), Vertretern des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Einheimischen in einem Vorort (500 000 Einwohner) von Dhaka unterwegs. Wir haben uns dort einen Slum angeschaut. 3000 Bewohner, 16 Toiletten und Hütte an Hütte. Das war wirklich beeindruckend.
Freitag waren wir dann mit der Delegation vom BMZ auf dem Land unterwegs und haben uns verschiedene Projekte zum Thema Energie angesehen.
Da waren Öfen dabei, die effektiver sind und weniger Rauch verursachen, Solarprojekte, Reismühlen und eine Ziegelei dabei. Das war wirklich interessant.
Abends waren wir dann noch im deutschen Club und nahmen die Rickscha nach Hause. Da sich die Jungs aber fast um uns als Fahrgäste geschlagen haben, beschlossen wir selbst mal zu radeln.
Gar nicht so einfach zu steuern. Ich strampelte vor, der Rickschafahrer fröhlich hinten drauf und meine Tasche haltend. Es klappte alles super, bis ich auf die Kemal Atatürk (sehr große Straße) kam. Natürlich wollte ich meinen Vorsprung nicht verlieren und so radelte ich einfach drauf los. Ich klingelte wie alle und raste über die Straße. Nur leider hatte ich das fette Loch in der Straße nicht gesehen und so steckte ich fest. Alles hupte, der Polizist schimpfte wild und mein Rickschafahrer befreite mich. Er lachte und hatte anscheinend genauso viel Spaß wie ich
Na ja einmal den Verkehr in Dhaka lahm legen muss man auch mal machen. Die Bangladeschis winkten uns zu und das „Beautiful Mam“ sowie ein glücklicher Rickscha Fahrer der sogar noch 20 Taka für die Fahrt bekam, rundeten diesen Tag ab.
Ansonsten ist die Woche wieder sehr schnell vergangen. Morgen ist Silkes letzter Arbeitstag und Freitag fliegt sie leider auch schon.
Am WE werde ich dann mit Caro und Steffi in die neue Wohnung ziehen und meinen Balkon einweihen.
Und bei Euch?

