Archiv für März 2008

26
Mär
08

Independence Day!

Nachdem ich Ostern in diesem Jahr mal ganz anders gefeiert habe, musste ich am Dienstag arbeiten um am Mittwoch den nächsten Feiertag zu begehen.

Den INDEPENDENCE DAY!

Am Montag haben wir, Silke, ihre Mutti und ich, eine Tour durch Old Dhaka gemacht und sind dann nach Cava zum Unabhängigkeitdenkmal gefahren. Das war Wahnsinn was wir unterwegs so gesehen haben.

Slums, Flüsse und Ziegeleien. In diesem Land gibt es keinen einzigen Stein und so werden Ziegel gebrannt, die dann von Frauen zerkleinert und dann verbauten werden.

Das Denkmal wurde 3 Tage geschlossen um es für die Feierlichkeiten am Mittwoch zu säubern. Silke sagte nur das wir von der Deutschen Botschaft sind und schon bekamen wir eine Privatführung ;-)

Sehr ruhig und sauber der Park.

Dienstag war ich dann in der Botschaft. Zurzeit arbeite ich an einem Bericht über Zivilluftfahrt und hatte an diesem Tag mindestens 10 Leute vom Ministerium für Tourismus und Zivilluftfahrt am Telefon. Problem war nur, dass mich niemand verstand.
Ich muss wohl doch noch Bangla lernen. Sie haben hier überings ungefähr 30 Ministerien ;-)

Mittwoch waren wir dann alle zusammen auf einem Rockkonzert. Das war super cool. Hat Spaß gemacht. Wir hatten dieses Mal gleich VIP Tickets von Taimur bekommen und standen somit wieder in der ersten Reihe.

Dort waren 20 000 Menschen und nur 15 000 Karten wurden verkauft. Mich at sehr beeindruckt, wie stolz die Bangladeschis auf ihr Land sind. Es wurden auch Bilder vom Unabhängigkeitskrieg 1971 gezeigt. Kann man sich nicht vorstellen und viele von den Menschen gestern waren da life dabei.

Ich merke gerade wie verdammt gut es uns doch in Deutschland geht.
Abends war ich dann noch zu einem Empfang bei der GTZ geladen.

Derzeit ist nämlich eine deutsche Bundestagdelegation zu Besuch in Dhaka. Es geht um Entwicklungszusammenarbeit und somit durfte ich diese MdBs gestern kennen lernen. Sind alle ganz nett.

Heute war ich dann mit der Deleation vormittags im Goethe Institut. Dort wurden Gespräche mit zahlreichen NGOs (Nichtregierungsorganisationen wie z.B. Greenpeace) geführt. Sehr interessant.

Anschließend durfte ich leider nicht mit zum bangladeschischen Außenminister aber dafür an einem Evaluierungstreffen von NGOs, Spendern und Regierung zum Thema Zyklon und Flutkatastrophe 2007 teilnehmen. Auch das war sehr spannend.

Nun habe ich wieder WE und erlebe geradeden Monsum. Es gewittert und regnet unheimlich stark und damit hat sich das Schwimmen gehen heute auch erledigt.

Morgen machen wir wieder eine Tour und sicher ganz viele Bilder.

Ich hab heute auch wieder ein paar mehr ins Album getan: Unter Nettis Bilder.

LG an alle und danke für eure Mails und Comments.
Freu mich immer sehr.
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22
Mär
08

Frohe Ostern und ein einen fleißigen Hasen….

Wünsch ich euch. Zudem hoffe ich natürlich, dass sich das Wetter bei euch bessert und ihr wenigstens trocken am Osterfeuer sitzen könnt.

Hier wird es täglich immer wärmer (34 C) und feuchter.

Ich bin jetzt Mitglied im Deutschen Club. Geh dort öfter schwimmen und Dienstag und Donnerstag waren wir mit anderen Leuten da. Es gab sogar Weizen Bier.

Mir gehts auch wieder halbwegs gut. Wahrscheinlich musste sich mein Körper- und Hormonhaushalt einfach nur umstellen. Die Arbeitswoche ging ruck zuck vorbei.

Leider mussten wir jedoch die Ostertour, die heute losgegangen wäre absagen. Nicht nur, weil ich noch nicht top fit für 9 Stunden Busfahrt bin, sondern auch weil der Koffer von Silkes Mutti, die gestern angekommen ist, noch nicht in Dhaka gelandet ist. Das Problem daran ist, dass es hier nicht einfach ist, Sachen in Größe 44 und Hosen für eine 1,75 m Frau zu bekommen und ihre gesamten Medikamente auch im Koffer sind.

Bedauerlicheweise sind auch die Ü-Eier, Wiener und ganz viel leckeres Zeug in Dubai geblieben.

Es ist wirklich ärgerlich, aber was solls. Erkunden wir halt die Gegend um Dhaka oder schreiben endlich den Berlin Bericht ;-) Ich bin ja noch ein paar Monate hier.

An diesem Wochenende war ich super faul. Am Pool gelegen, zum ersten Mal traditionell mit Händen gegessen und einfach nur die Stadt auf ein wirken lassen.

Mittlerweile finde ich mich schon sehr gut zurecht und weis, wie ich mit den Menschen umgehen muss, obwohl es mir immernoch schwer fällt in schwarze Knopfaugen von Kindern zu sehen und sie einfach zu ignorieren. Dabei würde ich sie doch am Liebsten schnappen, mit nach Hause nehmen, unter der Dusche schruppen, Ihnen was kochen und sie abends in ein Bett legen. Jedoch ist das bei 12 Mio Menschen in Dhaka und eine vielzahl an Kindern wohl einfach nicht möglich.

Ansonsten starre ich nach wie vor, wenn zwei Männer Hand in Hand an mir vorbeigehen und Glitzerhämden tragen. Um so mehr funkelzeug man hier an den Sachen hat, um so schöner ;-)

Es sieht immer wieder witzig aus, denn diese Männer sind nicht schwul, es ist heir einfach normal. Im Gegensatz dazu verstecken sich aber Päarchen im Park um mal Händchen zu halten.

So nun werde ich mal schauen. Bilder technisch ist die Lage hier auch schwierig, da es hier keine besonders guten Batterien gibt und meine Kamera meist nur 20 Bilder macht. Echt blöd. Ich bemüh mich aber alles mal festzuhalten.

Bilder findet ihr jetzt am rechten Rand bei den Links: Einfach auf Netti’s Bilder Bangladesh klicken ;-)

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Mein Internet schwächelt hier zur zeit. Also nicht böse sein, wenn ich nicht zügig antworte.

Liebe Grüße,
Netti

17
Mär
08

Zwischen Bangla Party, Gala-Dinner und Doktore

Nachdem die letzte Arbeitswoche mal wieder wie im Fluge verging kann ich heute wieder von meinem Freitag/Samstag Wochenende berichten. Am Donnerstag waren wir abends auf einer Party von High-Society Bangladeschis in unserem Alter eingeladen. Eine neue Erfahrung und irgendwie ein seltsames Bild Bangladeschis am Freitag trinken zu sehen.

Freitag= wie bei uns Sonntag, da Bangladesch ein muslimisches Land ist, gibt es Freitags und auch so keinen Alkohol

Na ja auf dieser Party war das anders. Die Taxifahrt ans andere Ende der Stadt war schon spannend und schließlich saßen wir auf einem Hausdach, zwischen Pflanzen und tranken das ein oder andere Bierchen zusammen mit Bangladeschis, die fließend Englisch sprechen, da sie meistens schon mehrere Jahre im Ausland studiert haben. Ein sehr netter Abend. Wir wurden sogar ganz Gentlemen-like nach Hause gefahren.

Am Freitag wurde dann ausgeschlafen und ein Einkaufscentrum erkundet. Wahnsinn 6 Stockwerke und nur selten waren die Worte „Madame, please have a look“ zu hören. Sehr angenehm.

Abends waren Silke und ich dann bei Hans, einem Botschaftsmitarbeiter eingeladen. Er kommt aus Bayern und so gab es eine polnische Suppe und super leckeres dunkels Brot. mmmmmmhh

Samstag wurde dann ein sehr entspannter Tag. Silke und ich bchten nur unseren Ausflug. Wir fahren über Ostern ein paar Tage in den Süden des Landes in die Natur. 8 h Busfahrt = 10.20 Hin und zurück, 2 Übernachtungen = 10 Eur für 3 Personen und na ja mal sehen ob ich neben ner Ziege oder so sitze ;-)

Abends waren wir dann von der Botschaft aus auf einen Gala Dinner einer Bangla Kulturstiftung eingeladen. Dieses sollte um 19.30 Uhr starten. Na ja nicht ganz. 2 h später kam der Veranstalter, wir sahen dann ein paar Tänze und bekammen ein „nettes“ Essen. Muss ich nicht nochmal haben. Nächstes Mal kommen wir auch 2 Stunden später.

Gestern ging es mir dann gar nicht gut. Mein Bauchweh der letzten Tage wurde so schlimm, dass ich langsam „Blinddarm“-Panik bekam. So besuchte ich gestern den Vertrauensarzt der deutschen Botschaft. Dr. Wahab. Ein weiteres unvergessliches Erlebnis.

Er meint auf jeden Fall, dass es nicht der Bilinddarm ist, sondern einfach ne Magenverstimmung oder so. Wollen wir es hoffen!

Nach Tee und ner Wärmflasche geht es heute auch wieder.

@ Bernd: Wir haben heute bis 34 C, Sonne und es gerade mal Frühling, bei uns beginnt bald die Regenzeit. Bangla kann ich nur einige Worte für die Rickschafahrer, ansonsten ist es sehr schwer. Rudern möchte ich hier auch nicht. Hab noch keinen Verein gesehen und abgesehen davon, hat man sicher einen fetten Ausschlag, wenn man hier ins Wasser fällt oder wird von fünf-äugigen Fischen angefressen ;-)

@ Hannah: ein Werderfan in Dhaka. Saucool oder. Die Ergebnisse der Bundesliga stehen hier auch in der Zeitung.

@ alle anderen: danke für eure Mails und lieben Worte.

Bis bald. Netti

09
Mär
08

Anti-Corruption-Concert Dhaka

Dieses WE war wirklich spannend. Meine erste Arbeitswoche verging wie im Flug. Da ich hier Freitag und Samstag frei habe und morgen wieder arbeiten muss. Ist mein WE schon wieder beendet.

Am Freitag haben wir (Silke, Caro und ich) ausgeschlafen. Dann haben wir Stundenlang bei Kaffee erzählt und sind später zur Dhaka University gefahren. Wow ich war wirklich schockiert von den Studentenwohnheimen. Die Uni ist staatlich somit kann eigentlich jeder sie besuchen. Es regnete kurzzeitig und so stellten wir uns beim Pharmazie Eingang unter. Ort waren gerade einige Studenten, die sich nach einem netten Augenaufschlag bereiterklärten uns die Räumlichkeiten zu zeigen.

Ich schätze, dass die Chemie Bänke aus den 50ern waren oder noch älter. Er nahm von zwei Studenten Blut ab. Ohne Handschuhe mit einer uralten Spritze. Die zwei „Freiwilligen“ mussten zuvor Medikamente schlucken und jetzt wurde das Blut eben untersucht. Ich bin mir jetzt ziemlich sicher, dass ich hier wirklich nicht krank werden will. ;-)

Danach sind wir zur Grabstätte von Khaleda Zia’s (ehemalige Vorsitzende einer der zwei starken Parteien hier) Ehemann, ein Denkmal beim Parlament. Dort verfolgte uns eine Scharr von Kindern, die uns ständig Chipstüten ins Gesicht hielten und bettelten. Das war wirklich anstrengend. Bei Kinderaugen nein zu sagen fällt mir wirklich schwer.

Anschließend waren wir noch einen Kaffee trinken und haben anschließend einen Beautysallon besucht. Dass ich so was mal mach hätte ich auch nie gedacht. Abends waren wir noch bei einer Veranstaltung im deutschen Club.

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Samstag war dann das Anti-Corruption-Concert in Dhaka. Daimo (Caro’s Freund) hatte Karten für uns besorgt und so waren wir zu 7 unterwegs. Erstmal wurden wir an der 1 km langen Schlange vorbeigelassen. Ein Ordner kam zu mir und führte uns bis an den Eingang. Alle wurden abgetastet außer wir! Auf dem riesigen Platz waren wir dann die Sensation. Eigentlich war es auch ein Konzert zum Frauentag, aber ich sah eigentlich zu 98 % nur Männer, die sofort ihre Handys rausholten und uns fleißig fotografierten. Ein Kreis bildete sich um uns und wieder kam ein Ordner der uns in den VIP Bereich direkt vor die Bühne führte. Dort wurden sofort sämtliche Fernsehkameras auf uns gerichtet. Caro hielt ein Interview und irgendwann konnten wir die Bands anhören. Natürlich alles auf Bengalisch aber sehr beeindruckend. Ich mochte die Musik und blieb mit Caro bis 19 Uhr. Problem war nur, dass es keine Toiletten sowie Getränkestände gab.

Ein echtes Erlebnis auf jeden Fall.

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05
Mär
08

Eine Woche in Bangladesch…

Vor einer Woche bin ich in den Flieger und nun bin ich da, in einer Stadt mit 3,5 Mio Einwohnern. Morgen ist mein letzter Arbeitstag für diese Woche und ich freue mich am WE die Stadt weiter zu erkunden.

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Die Arbeit macht bisher sehr viel Spaß. Menschenrechte, Bangladesch in der Welt, Innenpolitik und die Wirtschaft in einem dritte Welt Land, dass sich derzeit im Ausnahmezustand befindet und auf Wahlen am Ende des Jahres vorbereitet. All diese Themen sind wirklich spannend und meine Kollegen sind alle super nett.

Ich mache viel mit Silke, meiner Mitbewohnerin. Heute waren wir beim H&M Ausverkauf. 4 T-Shirts für 6 Euro. Zuhause habe ich für genau das Gleiche 10 bezahlt. Gut das mein Rucksack so leer ist.

Gestern waren wir auch beim Schneider. Die Hosen hier sind nämlich leider alle etwas bunt und kurz, daher werden jetzt zwei angefertigt. (Schnäppchen 10,50 EUR)

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Ansonsten gibt es noch einige Punkte die mir hier bisher aufgefallen sind ;-) :
1) Wunder dich nicht, wenn das Licht ausgeht, wenn du gerade unter der Dusche stehst. Es ist kein Scherz deiner Mitbewohner sondern ein Stromausfall. Nicht gerade selten in Dhaka.
2) Gebe dem Rikschafahrer immer nur 20 Taka (20 cent) und nicht 50 Taka (50 cent), denn dann fordert er mehr.
3) Gehe immer mit Nase hoch und Sonnenbrille durch die Stadt und ignoriere das „Hello“ „How are you?“ „What is your country?“ von den 20 Männern um dich herum.
4) Sei nicht überrascht, wenn es nachts stürmt und regnet und du denkst der Ventilator kommt dir gleich von der Decke entgegen. Eigentlich dürften hier noch keine Stürme sein, aber warum sollte es anders sein, als bei uns. Wir sind im Land der Naturkatastrophen.
5) Esse lieber nicht an der Straße. Achtung: Bakterien = nicht gut für verweichlichte Europäer!
6) Nimm lieber nicht Geflügel auch wenn es noch so lecker aussieht. Vogelgrippe.
7) Geh einfach über die Kreuzung egal ob die Ampel Rot ist. Das Hupen der Autos ist dein Zeichen dich zu beeilen. Grundsätzlich ist das Hupen auch fast nie dir gewidmet. Es heißt einfach nur. Achtung ich komme, mach die Kreuzung frei.
8) Spring auf die Straße wenn du ein CNG haben willst!
9) Sag immer das du verheiratet bist auch wenn du keinen Ring trägst.
10) Versuche deinem Koch/Hausmann nicht deinen Namen beizubringen. Er wird dich eh nur „Madame“ nennen.
11) Wundere dich nicht über die vielen Bilder von Toten in der Zeitung. Bei uns gibt es auch Unfälle, aber die Opfer werden einfach nicht bildlich gezeigt.
12) Nimm dir im Supermarkt gleich einen Korb, anderenfalls wird dir ein Bangladeschi einen hinterher bringen und deine Einkäufe einpacken.
13) Geh zum H&M Ausverkauf und treffe dort alle Ausländer der Stadt.
14) Denke nicht wenn du aus dem Haus kommst: Tief einatmen! Bangladesch ist nach Baku die zweitungesündeste Stadt der Welt.
–> Das glaube ich jedoch nicht wirklich, da hier fast alle Fahrzeuge mit Gas fahren.

Ja soweit erstmal von hier. Wir hören uns auch mal öfter. Mein Nachbar hat w-lan. ;-)

Bleibt alle schön gesund, habt viel Spaß im Ausland und auch daheim.
Liebe Grüße,
Netti

03
Mär
08

In Dhaka angekommen….

Seit gestern bin ich in der Hauptstadt von Bangladesch und von all den neuen Eindrücken immer noch fasziniert.

Nach 13 ½ Stunden Flug von Berlin nach London nach Dhaka bin ich nun hier. Papa hatte mich zum Flughafen gebracht und dort warteten überraschender Weise auch Lene, Kalle und Tobi. Was für ein Abschied. Tränenreich auf jeden Fall. In London musste ich mich wirklich sputen um von Terminal 1 zu Terminal 4 zu kommen. Und plötzlich saß ich neben vielen kleinen dunklen Menschen.

Im Fliegen war ich jedoch umringt von ca. 30 Schweden die wild durcheinander redeten. STUDENTEN!

Flug war gekennzeichnet durch: wenig schlaf, vegetarisches undefinierbares Essen, viel schwedisch, schlechte Filme, alle Radiosender aus der mit Rock und leichte Turbulenzen.

Ich war also heilfroh als ich in Dhaka landete. 1.55 Uhr Ortszeit. Dort warten auch schon Silke, ebenfalls Praktikantin und der Fahrer der Botschaft auf mich. Er regelte alles und nun hab ich noch einen Stempel mehr im Pass. Anschließend fuhren wir zur Wohnung. Die Stadt wirkte leer. Männer mit Gewehren im Botschaftsviertel. Meine zwei weiteren Mitbewohnerinnen waren auch noch wach. Caro und Scheien sind auch echt nett. Wir erzählten noch ein wenig und gingen schließlich um 4 Uhr schlafen.

Mein Zimmer ist riesig. Bett, Schreibtisch, Schrank und ein cooler Balkon.

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Um 5 Uhr wurde ich durch das morgendliche Gebet geweckt. Dies tönt durch die ganz Staat. Islamisches Land eben.

Am nächsten Tag haben wir zusammen die Stadt erkundet. Caro hat mir gezeigt wo ich eine Telefonkarte kaufen kann, Geld noch schnell gewechselt und eingekauft und dann schnell zurück, da ich ja abends noch mit Silke zum Empfang in die Deutsche Residenz eingeladen war.

Dort lernte ich alle Botschaftsmitarbeiter kennen. Der Botschafter und all die anderen machten ein sehr netten Eindruck und auch die Bengalischen Mitarbeiter. Zudem gab es traditionelle Musik und Essen.

Anschließend hat mich die Truppe noch mit in den Deutschen Club genommen. Dort kann man deutsches Essen bekommen, Tennis spielen und bald auch schwimmen.

Abends bin ich wirklich todmüde ins Bett gefallen.

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Am Freitag haben wir dann weiter die Stadt erkundet und nach Sachen geschaut. Hier trägt man eher Saris und ein Tuch habe ich mir auch schon gekauft.

Heute war vergleichsweise wenig Verkehr, da Freitag hier wie bei uns der Sonntag ist. Zeit für Religion also. Die Märkte sind beeindruckend und die Menschen starren einen an. 4 weiße Mädchen sieht man hier nicht jeden Tag. Daran muss ich mich wirklich gewönnen.

Außerdem sieht man viele Bettler mit Amputationen, Kinder als Verkäufer und Frauen mit kleinen Babys. Es sind ca. 30 C, es ist staubig aber die Luft ist nicht so dreckig wie ich erwartet hatte. Die Frauen laufen mit Saris und Tüchern über der Brust aber man sieht nur wenig die Burka. Alkohol kann man nur in Hotels oder im Deutschen Club kaufen, dafür kosten Zigaretten 40 cent.

Es ist beeindruckend und ich verspreche viele Bilder zu machen. Am meisten Spaß habe ich am Tuk Tuk (hier CNG genannt) fahren. Die sind voll modern und fahren sogar mit Erdgas. Ich habe mich heute allein in 10 Unfällen verwickelt gesehen, in der Riksha, im Taxi und auch im CNG aber erstaunlicher Weise habe ich keinen Unfall bei dem Verkehrschaos gesehen. Rote Ampeln werden hier ignoriert, dafür gibt es die Hupe und Lichthupe ;-)

Wir sind heute auch am Parlament vorbei gefahren. Bangladesch befindet sich derzeit im Ausnahmezustand mit Übergangsregierung. Die führenden Parteivorsitzenden sitzen wegen Korruption im Gefängnis und es wird spannend, denn Ende diesen Jahres sind Wahlen.

Ich habe heute auch mindestens 15 Minuten am Fenster gestanden und die Baustelle gegenüber beobachtet. Dort wird ein Haus gebaut und das größte Werkzeug ist ein Korb und ein Hammer. Unglaublich. Ohne Fotos kann man sich diese Stadt wirklich nicht vorstellen.

Samstag waren wir in Old Dhaka. Dort waren wir ein bisschen Einkaufen, haben den Hafen besichtigt und uns einige Sehenswürdigkeiten wie den Pink Palast angesehen. Die Altstadt ist das wirkliche Dhaka, denn ich wohne im Reichenviertel. Dort sieht man noch ursprüngliche Märkte, viel Dreck und noch mehr Menschen, die einen alle mit großen Augen ansehen. Das war ein toller Ausflug. Ich bin jeden Tag aufs neue beeindruckt.

Sonntag war mein erster Arbeitstag. Ich hab ein eigenes Büro und hab erstmal alle richtig kennen gelernt. Gespräch beim Botschafter, beim Verwaltungsleiter und und und. Bisher ist alles noch interessant. Am Abend war noch ein weiterer Empfang. Für alle Deutschen in Bangladesch. Das war auch ganz nett. Es gab Linsensuppe ;-)

Internet ist rar in dieser Stadt und in der Botschaft gibt es nur einen Internetsurfer für 37 Leute. Daher wundert euch bitte nicht, wenn ich längere Zeit nicht schreibe.

Ich drück euch alle und dank euch für die Nachrichten.

Ihr könnt mich aus dem deutschen T-Netz unter Billigvorwahl * Vorwahl Bangladesch * Handynummer. ;-) Kostet 3-8 cent die Minute.

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Ganz liebe Grüße,
Netti