


Hallo liebe Leser,
Viele Leute fragen zurzeit, was denn eigentlich aus dieser Seite wird.
ICH WEISS NICHT!
Ich bin ja nicht mehr unterwegs, na ja jedenfalls nicht mehr am anderen Ende der Welt und führe wieder das Leben eines Durchschnittsbürgers.
Das ist nun nicht so spannend oder?
Nun zum Bali Bericht, den ich wohl echt unterschlagen habe.
Also mein Flug ging am 7.6.2006 auf die kleine indonesische Insel. Dort leben ganz viele Balinesen, die sehr nett aber aufdringlich sind.
Frei nach dem Motto, weißes Fleisch hat Geld.
Die ersten drei Tage habe ich in Kuta, dem Touristen Teil auf Bali verbracht. Nettes kleines Hotel, Einzelzimmer, aber kein Pool. Dafür war es aber saugünstig.
Ich war am Strand und einkaufen und habe dabei einen netten Holländer kennengelernt.
In Kuta waren die Bombenanschläge, die vorallem bei den Aussis noch im Gedächtnis sind. Die Anschläge wurden jedoch nicht von Balinesen verübt.
Von Kuta fuhr ich mit einem Shuttle nach Ubud, wo ich wiederrum einen Holländer kennen gelernt habe. Wir reisten ab da nan ein wenig zusammen. In Ubud gibt es ganz viele Schnitzereien und Kunst sowie Tempel. Ich unternahm eine Tagestour zu 3 Tempeln, einem Gericht, Reisfeldern und zum Vulkan Mt. Batur. Das war total toll mit einem eigenen Fahrer für ca. 10 EUR. Ihr merkt wie günstig die Insel war. Ich besuchte außerdem den riesigen Markt in Ubud. Klamoten ohne Ende und probierte die einheimische Küche. Das war echt lecker, nur ab und an überraschend scharf.
Von Ubud fuhren wir mit den Bemos (günstigsten und ältesten Busse auf Bali) nach Padangbai. Padangbai liegt am Meer und besitzt einen weißen, schwarzen sowie Schnorchelstrand. Echt schön, nur leider spielte das Wetter nicht zum schnorcheln mit. Von Padangbai fahren die Fähren nach Lombok. Auf Bali leben fast nurHindus, deshalb hatte ich als Mädel kaum Probleme obwohl du schrecklich aufpassen musst, nicht übers Ohr gehauen zu werden.
Von Padangbai wollte ich mit dem Shuttle nach Lovina. Bezahlte den Balinesen auch dafür und stellte dann fest, dass es sich nur um einen öffentlichen Bus handelt. Der Balinese wollte mich doch tatsächlich mit dem Moped zum Bus fahren. Bedenkt meinen 22 kg Rucksack + die 10 kg Handgepäck! Er fuhr dann freundlicher Weise auf dem blöden Mini- Roller neben mir her und liess mich mein Gepäck tragen. Das sah bestimmt ganz klasse aus. Naja am Ende sass ich im Bus nach Lovina und fuhr einmal über die komplette Insel. Berge, Reisfelder, Seen und viele kleine Dörfer. Das war super. In Lovina schaute ich mir am nächsten morgen (6:00) Delphine an. Ein Indonese hollte mich mit dem Moped ab. Ich starb auf den 3 km fast den Heldentod. 80km/h und das Überholen bei Gegenverkehr machten mir echt Angst. Hellwach sass ich kurze Zeit später im Boot und fuhr wie viele andere in den Sonnenaufgang aufs Meer hienaus. Wir sahen sehr viele Delphine, die viel kleiner waren, als die in Neuseeland. Den restlichen Tag verbrachte ich am Strand, wo ich so ca. 100 Holzschnitzereien, 20 Muscheln, 30 Ketten und Sarongs kaufen sollte. Nach 2h ohne die Möglichkeit mal zu schlafen schnappte ich mein Handtuch und zog auf den Rasen im Hotel.
Von Lovina nahm ich den Bus zurück nach Kuta um dort die letzten 3 Tage zu verbringen. Ich lies mir einen Anzug schneidern und lernte surfen. Das hat soviel Spaß gemacht. Ansonsten verbrachte ich die Zeit am Strand und ging einkaufen. Auf Bali waren alle total Fussball verrückt und so habe ich wirklich nicht verpasst.
Am 18. Juni ging dann mein Flieger. Am Abend zuvor habe ich noch einen Deutschen kennengelernt, der im gleichen Flieger sass.
Die Sicherheitkontrollen waren total streng. Es ist nicht erlaubt, den Flughafen ohne Ticket zu betreten. Dann wird alles durchleuchtet, auf Sprengstoff untersucht, man muss 100 000 RP für die Ausreise zahlen und zum krönenden Abschluss hatte unser Flieger 2 h Verspätung. Wir bekamen einen Snack- Gutschein. Irgendwann sassen wir im Flieger, landeten in Singapur, warteten 3h, wurden nochmal komplet abgetastet und flogen nach Frankfurt. Es gab keinen vernünftigen Film, wir hatten Turbulenzen die ganze Nacht und mein Nachbar schlief durch eine Beruhigstablette wie ein Stein. Und ich? Ich konnte kein Auge zu bekommen und schaute King Kong. Ich habe selten so einen schlechten Film gesehen!
Um 5:40 am landeten wir in Frankfurt und gingen noch einen Kaffee (3 EUR) trinken. Für einen Capu (3.30 EUR) reichte mein restliches Geld nicht.Die Klofrau wollte auch noch 0.50 EUR, die Frau von Lufthansa schickte mich zum falschen Terminal, denn eigentlich gehen alle Lufthansaflüge von Terminal 1. Ich wartete in einer unendlichen Schlange, um von der Frau am Schalter zu hören, dass mein Flug zwar Lufthansa ist, aber von der DPA geflogen wird und ich zu Terminal 2 müsse. Man bedenke, dass man in Frankfurt einen Zug von Terminal zu Terminal nehmen muss. Ich schnappte meine Sachen, kam gerade noch rechtzeitig zum Check in um von einer äußert freundlichen Dame des Bundesgrenzschutzes in Englisch erzählt zu bekommen, dass mein Rucksack nicht nur einmal, zweimal durchleuchtet werden muss. Ich trag die 22 kg ja wirklich gerne hin und her.
Im Flieger war dann zwischen Zeitungen und Laptops kaum das schöne Sommerwetter zu erkennen. Schlipsträger um mich, die mich sehr seltsam anschauten.
In Tegel warteten dann meine Mutti, Schwester, Lene und Kalle auf mich. Sie sahen mich schon hinter einer Glaswand, als ich noch auf meinen Rucksack wartete.
Große Freude bei allen. Wir tranken einen Kaffee und düsten nach Hause. Sommer, Autobahn und Nahmitz. Seltsames Gefühl!
Oma und Opa freuten sich und Papa auch, obwohl er nur die Worte „Na wieder gut gelandet“ über die Lippen brachte.
Nachmittags kam dann meine Familie. Tanten, Onkels und die dicke Schwarzwälderkirschtorte. Zum Abend ging es zu meiner Überraschungsfeier. Grillen mit Freunden! Alles wie bei meinem Abschied. Das war echt klasse.
Dienstag musste ich dann zum Arbeitsamt und zur Krankenkasse. Abends wurde gerudert und zudem wurde ich von einigen Nahmitzern begrüßt. Wein trinken auf der Straße.
Mittwoch bin ich nach Berlin gefahren. Vorstellungsgespräch im Büro Dr. Dagmar Enkelmann. Ich lernte Jörg Staude, Bärbel Mierau und Bernd Sachse kennen. Sie sind die Mitarbeiter von Frau Enkelmann. Ausserdem bekam ich einen Ausweis für den Reichstag. Fr. Enkelmann ist total nett.
Donnerstag: Auf zur Schule und Bibliothek und dann nach Hamburg zum Vorstellungsgespräch bei news aktuell. Das Gesräch am Freitag war ok und meine Vermutung hat sich bestättigt. Ich wurde abgelehnt. Ein anderer Bewerber hatte mehr Erfahrung in der Pressearbeit.
Abends überraschten mich Kalle und Co. mit einer zweiten Feier. Kalle hollte mich vom Bahnhof ab und flunkerte. Toller Abend. Danke nochmal.
WE: FREI!
Seitdem absolviere ich mein Praktikum hier in Berlin. Es macht mir sehr viel Spaß. Die ertsen zwei Wochen war ich im Bundestagsbüro und in dieser Woche auch in den Wahlkreisen unterwegs. Ich bekomme einen guten Einblick in die Arbeit hier. Am Montag haben wir eine Mindestlohnaktion in Strausberg gemacht. Fr. Enkelmann ist zurzeit im Wahlkreis unterwegs und hält Sprechstunden unter freiem Himmel, wo Bürger zu ihr kommen und Probleme besprechen könne und das bei Kaffee und Keks. Am Dienstag bin ich mit ihr nach Bogensee zu einem Interview für eine DOKU über die FDJ gefahren. Bogensee war schon Sommerrezidenz Goebbels und zu DDR Zeiten eine Schule für die FDJ aber auch internationale Gruppen an der Fr. Enkelmann unterrichtet hat. Wir waren dann idylisch Mittag essen und bekamen danach eine Führung durch ein MC Donalds, wo sie Fragen zum Mindestlohn stellte. Sehr interessant. Den Rest der Woche habe ich im Büro in Berlin verbracht. Herr Staude ist im Urlaub und somit sind Susanne Götze (Studentische Hilfkraft) und ich als Vertretung im Büro. Hier ist es aufgrund der Sommerpause aber eher ruhig.
Irgendwie ist jetzt nach der WM eh alles ruhig. Ich vermisse die Leute auf der Strasse und die fröhliche Stimmung richtig. Selbst alle Gebäude sind fast weg. Ich war am Sonntag im Treptower Park bei Seed und Fussball schauen, aber weder Fan von Frankreich noch Italien. So ein blödes Endspiel. Trotzdem war ich bis früh in den Morgen unterwegs, da ich Thomas, mit dem ich Weihnachten in Sydney gefeiert habe, wiedergetroffen habe. Jetzt wird alles für die LOVE Parade fertig gemacht.
In diesem Sinne wünsche ich euch ein tolles WE.
Netti