Da wir keinen Job gefunden haben, sind wir jetzt wieder auf einer Wwoof Farm in Hastings. Heute morgen mussten wir um 6.50 Uhr startklar sein. Also schnell gefruehstueckt und ab zu Alan ins Auto. Mal sehen was wir machen muessen? Wir fuhren also auf einen Acker (viel Unkraut, vielleicht ne Schafweide dachte ich) aber nein da waren doch ganz kleine, gruene Staengchen mit Koepfchen. Ja genau Spargel! Die bauen den hier ohne Huegel an. Wir mussten jedoch nicht mit ernten. Viel zu harte Arbeit fuer euch, sagte Alan. Unsere Aufgabe bestand heute darin den Spargel von den 15 Arbeitern einzusammeln. Wir sassen also hinten auf dem Truck von 1978 und sprangen alle 15 m ab um ne Spargelkiste aufs Auto zu hiefen. Im Packhaus (eigentlich nur ne Schuppen mit Fliessband) hatten wir aehnliches zu tun. Easy! Dann fuhren wir das Gemuese noch zum Haendler und um 12.30 Uhr hiess es dann Lunchtime.
Die Familie ist sehr interessiert an uns und fragt uns ziemlich aus. Nikki sieht morgen mit der Schule der Untergang auf deutsch mit englischem Untertitel. Na ja die haben uns dann erstmal ueber Traudl Junge ausgefragt.
Nun aber nochmal zu Rotorua und der Reisegeschichte danach. Am letzten Abend in Rotorua haben wir in der Lava Bar verbracht. Ziemlich nett. Erste Begegnung mit einem juengeren Kiwi. (nicht huebsch) Norma hat an diesem Tag einen Deutschen, namens Folker kennen gelernt. Angehender Arzt! (ja ja so ist sie die Zoschky, zieht ihre Schuhe aus, haelt sie in ne Schwefelquelle und hat schon einen Kerl an ihrer Seite) Dieser nahm uns am naechsten Tag mit in den Tongariro Nationalpark suedlich von Taupo. Eigentlich wollten wir dort einen Track ueber 2 Tage machen, doch fuer Schneefelder und ploetzliche Wetterumschwuenge waren wir nicht genuegend ausgeruestet. So gingen wir nicht mit und beschlossen am naechsten Tag Ski fahren zu gehen. Normi war noch nie! Wir liehen also Blades (die Mini Ski) aus und machten uns auf dem Weg zum Vulkan. Ja auf denen liegt im Winter auch mal Schnee! So 1,50 m. Natuerlich hab ich an den Winterurlaub mit den Rudersleute gedacht, Kalli. Ist doch wohl klar! Wir hatten eine super Sicht und genossen die Liftfahrten. Norma lernte sehr schnell, wobei sie einem aelteren Herrn, einen ziemlichen Schock verpasste. Stellt euch vor ihr steht gemuetlich auf der Piste und geniesst die Sonne und ploetzlich schiesst jemand mit ca. 40 km/h an euch vorbei, schmeisst sich auf den Bauch und ruscht noch ca. 20 m den Berg vor euch runter. Er schaute mich erschrocken an und sagte nur: Oh my god! Unter der Schneewolke befand sich Norma, die konnte darueber jedoch nur lachen. Man das sah so lustig aus, wie sie auf dem Bauch da runter ist! Nun gut, am naechtsen Tag wanderten wir noch ein bisschen durch den Park. Naturlich wieder zu Wasserfaellen. Oh die gibt e shier zu hunderten. Herr Schmidt, die hiessen Taranaki Falls. Damit schlagen sie alle bei Stadt, Land, Wasserfall. War jetzt aber nicht so spannend.
Ach ja fast haette ich es vergessen. Wir haben uns am ersten Abend zusammen eine Kinderportion im Restaurant bestellt. 5 Minuten spaeter kam die Kellnerin mit einem dicken Teller Kartoffelecken und fragte uns, ob wir den moechten. For free! Sahen wir so hungrig aus? Na ja natuerlich verspeisten wir alles.
Wir wiegen mittlerweile ueberrings 7 kg mehr. Ich fuehl mich so fett. Wir ernaehren uns aber nicht ausgesprochen ungesund.
Also Leute, die Gefahr das mich hier irgendein Kerl anspricht ist nicht verhanden! Wer will schon ne Dicke!
So, wir sind dann weiter nach Taupo gefahren und beschlossen da fuer 150 $ Fallschirm zuspringen. Oh war das toll. Das wuerde ich echt sofort wieder machen. Wir sind zu freefall, haben ein kurzes Video gesehen und schon hatte ich einen rotten Anzug, jede Menge Gurte, ne Ledermuetze und ne Winddichte Brille an mir. 5 Minuten spaeter stellte sich Brad vor. Der sollte also mit mir springen. Na ja wirkte auf den ersten Blick ganz Vertrauen erweckend. Er erklaerte mir kurz alles und schon sassen wir in dem kleinen Flugzeug. Ja endlich wieder fliegen! Wir waren dann ca. 15 Minuten im Flieger. Die Aussicht war einzigartig. Man konnte ueber den ganzen Lake Taupo (ein Kratersee so gross wie Singapur) sehen. Dann hiess es einklinken und schon schwebten meine Fuesse aus dem Flieger. Brad sprang und in dem Moment segelst du 45 Sekunden mit Kopf und Bauch voran direct dem Erdboden entgegen. Wow. Dann oeffnet sich der kleine Schirm, ein kleines abbremsen, dann oeffnet er den grossen. In dem Moment haenst du wie ein Baby in der Schaukel und schwebst durch die Luft. Brad starte noch ein paar Aktion einlagen. Immer im Kreis ganz schnell nach unten und noch ein paar Kurven. Wir schwebten so noch 5- 10 Minuten in der Luft. Das war so schoen. Bei der Landung heist es dann Beine einziehen und auf Kommando mitrennen. Hab mich glaub ich gut gemacht.
Da slustigste ist die DVD, die noch im Preis enthalten war. Ist nur kurz aber witzig. Schick ich demnaechst nach Hause. Das war mit Abstand das Spannendste fuer mich, das wir hier gemacht haben.
Nun gut, ich geh jetzt schlafen. Ich muss ja morgen frueh raus. Gute Nacht.
Ich gruesse ganz liebe alle meine Ruderer, die Krahner und meine family. Danke fuer die Bilder Janine. Sehr suess, hab mich gefreut und wuerde echt gerne am Wochenende mitfeiern. Schon alleine wegen Tante Baerbels Brot und Torte. Oh was wuerde ich fuer das Sonnenblumenbrot von Aldi machen!
Ausserdem habe ich mich sehr gefreut von dir zu hoeren Tobias.
Ach ich freu mich ueber alle Kommentare. Ich haette echt nicht gedacht, dass ihr alle auf meine Seite geht und mir nach 11 Wochen immernoch so true seid.
Das sind wahre Freunde!
Ich vermiss euch und denk an euch,
Netti.