Nachdem wir die groesste Stadt Neuseelands Auckland endlich hinter uns gelassen haben, sind wir Richtung Coromandel Halbinsel gefahren. Die Nacht verbrachten wir vor irgendeinem Gemeindehaus mitten in der Pampa. Es war total neblig und doch ein bisschen schaurig. Am naechsten Morgen gings dann weiter nach Thames. Dort schnell einen leckeren Pie gefruehstueckt und dann weiter Richtung Coromandel Stadt. Ihr muesst echt mal so einen Pie probieren. LECKER! An diesem Tag war ich Fahrer und lenkte Dougie durch enge Kurven und hohe Berge immer an der Kueste entlang. Traumhaft schoen. Dazu war auch noch super Wetter. In Coromandel City fuhren dann erstmal 3 Jungs aus der Lodge mit dem Fahrrad an uns vorbei. So schnell trifft man sich wieder. Zu unserem erstaunen bruellte auch noch Melanie Haferkampf , die mit uns nach Neuseeland geflogen ist, hinter uns her. Dieses Land ist wirklich zu klein fuer all die deutschen Auswanderer. Am Nachmittag sind wir durch die Berge weiter nach Whitianga, haben dort schoen am Strand geparkt und sind noch ein bisschen Schlendern gegangen. Am naechten morgen entschloss ich mich die Stranddusche mal auszutesten. Oh Gott war das kalt. Und da sag nochmal einer, ich waer ein Weichei. Norma ist vorher ins kristalklare Meer gehuepft. Die Fussgaenger die mit ihren dicken “Winter”pullis vorbeistiefelten, fragten mich ob mit ihr irgendwas nicht stimmen wuerde. Naja wir kennen ja die “Soschky” (so sprechen hier alle ihren Namen aus). Frisch geduscht futterten wir erstmal Fisch und Chips. Noch so was leckeres! Dann starten wir weiter zur Cathedral Cove und zum Hot Water Beach. Der Strand dort war total schoen, so leicht rosa. Tuffig! Der Weg zur Cathedral Cove dauerte erstmal 1,5 h und ging durch Berg und Tal. Ganz schoen anstregend, hat sich aber gelohnt. Danach huepften wir schnell in Dougie. Schliesslich wollten wir heute noch ein heisses Bad nehmen. Am Hot Water Beach angekommen, war natuerlich Flut und wir konnten nicht buddeln. Natuerlich kam Norma auf die geistreiche Idee auf die naechste Ebbe zu warten. Gespannt hoerten wir Radio. 2,30 Uhr sagte der gute Nachrichtensprecher und schon stellte ich den Wecker. Wir sind tatsaechlich mitten in der Nacht aufgestanden, haben unsere Schuesseln und Handtuecher geschnappt und sind zum Strand gelaufen. War ganz schoen kalt und bald stellten wir fest, dass das Wasser schon wieder relative hoch war. Ergeizig schaufelten wir um die Wette, dann kam die erste groessere Welle. Norma versuchte es weiter, musste sich auf einen Stein fluechten und doch, der Stein war zu klein, die Welle zu hoch. Lustig. Da hatte sie erstmal nasse Fuesse. Na ja wir marschierten dann zurueck und schliefen noch ein paar Stuendchen. So ein scheiss, von wegen Hot Pools. Am naechten Tag machten wir uns auf den weg nach Tauranga. Dort sollte uns die naechste Wwoof Familie erwarten. Da wir aber erst am Dienstag bei denen einziehen durften, suchten wir nach einem netten Parkplatz in der Naehe. Ein Kiwiplantage schien perfekt. Norma stieg aus, hoerte ein kleines “grunz, grunz”und sprang wieder ins Auto. Da sie da absolute nicht bleiben wollte parkten wir um. Wir entschlossen uns vor der naheliegenden Schule zu uebernachten. Da wir unsere ja so vermissen! Gesagt, getan. Am Morgen standen wir dann bei der Familie puenktlich zum Fruehstueck vor der Tuer. Dort sassen 4 Kinder und es herrschte Chaos. Unser Farmer Bryce begruesste uns im Morgenmantel und seine Freundin Hether gab uns einen Toast. Wirkte ja alles ganz nett. Bald waren die Kinder plus Freundin aus dem Haus und fuer uns hiess es putzen. Das ganze Haus! Staub saugen, dreckige Boxershorts entfernen, Kueche reinigen und Fenster putzen. Super, genau mein Fall. L 5 h mussten wir arbeiten und dann gings auf Trampolin und abends in den 40 C Spa Pool. Ja Geld hat er der Bryce. Seine Soehne Kirk (Giftzwerg) und Daniel (16) haben wirklich Alles. Fahrrad, Rennkart, Motorrad, Auto… Abends legte er uns dann irgendwelches Gruenzeug und Nudeln hin und erwartete, dass wir seine Gedanken lessen koennen und was kochen. Schnell stellte sich herraus, das er ein ganz schooner Pascha ist. So mitte 40, Glatze, Bart, na ja nicht wirklich huebsch. Am naechsten Tag waren wir wieder im Haus beschaeftigt. Ich hab erstmal eine Pornozeitung auf dem Kuehlschrank gefunden. Er erklaerte mir,die waere fuer Maedels und gab sie mir zum lesen. Ne danke! Ich warf sie zurueck auf den Kuehlschrank. Vielleicht sollte ich klein Kirk(12) mal ne Tipp geben! Kochen durften wir natuerlich auch wieder. Diesmal fuer die ganze Sippe, da Hether (32) +Jade(12)+ Jacob(9) auch noch kamen. Fernseh schauen und Internet untersagte er uns. War nun ziemlich langweilig. Doch es kam noch schlimmer. Der Mensch hat 60 ha Avocados und wir durften erstmal ein Feld vom Unkraut entfernen. Die Baeume sind hier eingewickelt um sie vor Wind zu schuetzen. Das heist, reinkrauchen, Unkraut zupfen, rauskrauchen. So ein Mist! Dann hatten wir Freizeit. Am naechsten Tag hatten wir einen kleinen Konflikt mit Bryce, da wir selbst mit Dougie zu den Avocados fahren sollten. Gezwungen taten wir das dann auch. Abends fluechteten wir in unseren Raum um dem Kochen zu entgehen. Hat geklappt. Die ganze Sippe war da und Hether musste dran glauben. Dann herrschte auch noch Riesenpanik, weil Jade weg war. Doch wir sollten auch wieder Glueck haben.
Den naechsten Tag taufte Norma, Tag der Befreiung. Hether fragte uns am Morgen, ob wir nicht Lust haetten zu ihr zu ziehen. Freies Internet, Fern sehen und coole Kinder. Na klar wollen wir. Innerhalb kuerzester Zeit packten wir alles zusammen. Auf zu Hether. Hier duerfen wir alles essen und alles machen was wir wollen. Das ist richtig cool. Gestern gab sie uns frei, weil so schoenes Wetter war und gab uns den Tipp Mount Manganui zu besuchen. Dieser Berg war echt cool. Super Aussicht auf das Meer und die gesamte Umgebung. Auf dem Berg trafen wir dann nochmal ein bekanntes Gesicht aus der Lodge und schauten Bryce beim Paragliding zu. Abends versprachen wir Hether auf ihre Kinder aufzupassen. 4 Kinder sind echt zuviel. Kirk, Jade, Jacob und Luzilla. Ich weiss schon warum ich nie Au pair machen wollte. Die Kinder waren ganz schoen anstrengend, aber zwei gegen vier ist schon fair. Hether kam die Nacht nicht nach Hause und so hiess es auch noch Fruehstueck fuer die Kleinen machen.
Irgendwann kam sie dann zurueck um gleich wieder zu gehen. Wir saeuberten das Haus. Oh man die Neuseelaender sind echt noch viel unordentlicher als ich und das soll schon was heissen. Der Kuehlschrank stand vor Dreck und der Gefrierfach vor Eis. Norma zueckte das Messer und der Kampf gegen das Eis began. Sie siegte. Auch durch die Fenster kann man jetzt wieder schauen. Nebenbei mussten wir noch auf Jacob und Luzilla aufpassen. Als ich sagte, dass es heute Eierkuchen gibt, sprang mich Jacob erstmal freudig an. Okay, das lieben Kinder also. Er verdrueckte dann auch glatt 4 Eierkuchen. So um 16.00 Uhr kam Hether dann Heim. Sie freute sich total und bedankte sich. Zum Dinner musste sie dann zurueck zu Bryce, um zu kochen. Fuer uns kaufte sie ein und lies suns mit ihrem Rechner und Fernseher einsam zurueck.
Langsam fuehle ich mich hier echt wohl.
Ansonsten habe ich mich riesig ueber die Mails von euch gefreut, vor allem ueber die Krahner Mail.
Hier kann mich diese Woche noch unter der Nummer 01030 006475431322 zu erreichen.
Ich hoffe ihr habt einen kleinen Ueberblick bekommen.
Ganz liebe Gruesse aus Down Under.
Netti.